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Naturpark mit Canyon-Erlebnis PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 14. April 2009 um 12:28
Gondwana Collection Namibia lockt in den Süden Namibias

Fish-River-Canyon in NamibiaDer Fischfluss Canyon,  zweitgrößter Canyon der Welt, ist imposante 550 Meter tief, 27 Kilometer breit und 160 Kilometer lang. Gäste des Parks haben die Wahl zwischen Trekking-Touren mit Maultieren, Wandern mit Führer oder auf eigene Faust, Naturfahrten, Reittouren und demnächst auch Mountain Biking zu unternehmen.

Der Canyon Hike gehört unter Wanderern zu den Top-Touren im südlichen Afrika eine 80 km lange Rucksack-Wanderung.
 

Wandern im Canyon in NamibiaDoch mittlerweile hat sich der benachbarte  Gondwana Cañon Park zu einer zweiten Attraktion entwickelt. Der private Naturschutz-Park ist ein Paradies für Pflanzen und Tiere. Anfang 2009 wurde der Park noch erweitert: Im Norden kam ein 14.000 ha großes Gebiet hinzu, das sich bis in den nördlichen Teil des Fischfluss Canyons erstreckt. Dort liegen der hufeisenförmige Horse Shoe Canyon und der wasserreiche Löwen-Rivier Canyon. Das Areal mit seinen Plateaus, Terrassen und Schluchten ist wie geschaffen zum Wandern. Seit einem Jahr bereits finden dort Trekking-Touren statt, bei denen Maultiere Gepäck und Ausrüstung tragen. Die Wanderer essen am Lagerfeuer und übernachten im Zelt oder unter freiem Sternenhimmel - in kleinen, auf Zeit errichteten Camps.

 

Crossing im Canyon in NamibiaMit dem neuen Gebiet steigt die Gesamtfläche des Parks auf 126.000 ha. Nicht der Gastbetrieb, sondern der Naturschutz steht im Vordergrund: Maximal 10 Prozent des gesamten Parks werden für - sanften - Tourismus genutzt. Die Unterkünfte sind umweltfreundlich ausgerichtet; der Einfluss der Aktivitäten auf die Natur wird so gering gehalten wie möglich. In der Planung sind Routen für Mountain Biker, geführte Touren für Allradwagen-Fahrer sowie Wege und Rastplätze für Selbstfahrer.

Mehr als die Hälfte des gesamten Parks gilt als Wilderness-Gebiet. Dort werden keine Wege angelegt oder Gebäude errichtet. Auch Fahrzeuge sind nur für die nötigsten Zwecke zugelassen - wie etwa zur Instandhaltung der angelegten Wasserstellen oder zur Kontrolle der Außenzäune.

 

Wildhege ersetzt Farmwirtschaft

Sanfter Tourismus im Canyon in NamibiaHauptziel des Parks ist, die Natur sich soweit wie möglich von den Folgen menschlicher Eingriffe vor allem der Viehwirtschaft erholen zu lassen. Dabei ist das Gebiet am Fischfluss Canyon kaum geeignet für Farmbetreib. Es zählt zur Nama Karoo, einer der vier Wüsten im Süden Namibias. Im Schnitt fallen 80 mm Regen im Jahr, durchschnittliche Temperaturen und Verdunstung sind hoch. Daher hat Gondwana seit 1995 am Fischfluss Canyon Farmen aufgekauft und sie in ein Naturschutzgebiet umgewandelt.

 

Raubtiere kehren zurück

Gepard in NamibiaSo ist der Gondwana Cañon Park heute das einzige Gebiet im tiefen Süden Namibias, in dem wieder Flächenwild lebt wie Steppenzebra, Streifengnu oder Kuhantilope. Tierarten wie Bergzebra, Springbock, Oryx-Antilope und Strauß können sich ungestört vermehren. Mittlerweile kehren auch Raubtiere wie Schakal, Hyäne, Gepard und Leopard in die Gegend zurück. Mit verschiedenen Nachbarn wird zudem daran gearbeitet, ein noch viel größeres Naturschutzgebiet zu schaffen, in dem sich das Wild wie zu Urzeiten wieder frei bewegen kann. Der Park kooperiert auch mit dem Staat. Ein Beispiel ist das 'Custodianship Programme', mit dem das Umweltministerium das Spitzmaulnashorn wieder in Gegenden ansiedeln will, in denen es im 19. Jahrhundert ausgerottet wurde. Zurzeit bereitet sich der Park darauf vor, vier Tiere dieser vom Aussterben bedrohten Art aufzunehmen.

 

Gast leistet Entwicklungshilfe

Canyon-Lodge in NamibiaFinanziert wird der Naturschutz durch Einnahmen aus dem Gastbetrieb. Gäste des Parks können zwischen vier Unterkünften wählen: Cañon Lodge (hauptsächlich für Individualreisende), Cañon Village (für Reisegruppen), Cañon Roadhouse (mit Campingplatz; für Einzelreisende) und Cañon Mountain Camp (für Selbstversorger). Keine Unterkunft ist vom Hauptaussichtspunkt am Canyon weiter entfernt als 25 km.

Der Gondwana Cañon Park beschäftigt zurzeit 120 Personen. Die Mitarbeiter erhalten nicht nur ein weitaus höheres Gehalt als die Arbeiter auf den (ehemaligen) Schaffarmen, sondern durchlaufen Ausbildungsprogramme und haben Aufstiegsmöglichkeiten.

 

Wilde Pferde in NamibiaNach dem Erfolgsmodell des Gondwana Cañon Parks wurden 2004 drei weitere Parks im Süden Namibias gegründet - der Gondwana Kalahari Park nahe Mariental in der Kalahari, der Gondwana Sperrgebiet Rand Park (Klein-Aus Vista) in der Sukkulenten Karoo Wüste nahe den Wilden Pferden bei Aus und der Gondwana Namib Park nördlich von Sesriem/Sossusvlei in der Namib. Auf einer Rundreise erleben Gäste damit alle vier Wüstengebiete im Süden Namibias. Außerdem gehören Etosha Safari Camp und Etosha Safari Lodge im Norden am Tor des Etosha Nationalparks zur Gondwana Collection Namibia.

Mehr siehe http://www.gondwana-collection.com/

 

 

 

Quelle: Namibia Tourism Board

 

 

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Aktualisiert ( Dienstag, 14. April 2009 um 12:48 )
 
 

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