Orientalisch-muslimisches Flair: Mombasa, Küstenmetropole am Indischen Ozean Hauptanziehungspunkt für Urlauber, die nach Kenia reisen, ist Mombasa, die touristisch erschlossene Hafenmetropole am Indischen Ozean. Kristallklares Wasser und weiße Strände mit wogenden Palmen laden zum Baden und Tauchen ein. In den engen Gassen der verwinkelten Altstadt hat sich orientalisches Flair erhalten.
Wie die meisten Touristen haben auch wir unseren Keniaurlaub in Mombasa gestartet. Die zweitgrößte Stadt Kenias wurde auf einer rund zwölf Quadratmeter großen, von zwei Meeresarmen eingesäumten, Koralleninsel erbaut. Wahrscheinlich kamen die ersten Fremden schon in der Antike an diesen Küstenteil des Indischen Ozeans. Geschichtliche Erwähnung findet Mombasa das erste Mal in arabischen Chroniken aus dem zwölften Jahrhundert. Aufgrund ihrer verkehrsgünstigen Lage entwickelte sich die Stadt schnell zu einer der bedeutendsten Handelsmetropolen für Elfenbein, Gewürze und Sklaven. Noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in der Stadt jeden Samstag einen Sklavenmarkt.
Heutzutage zählt der Tourismus zu den Haupteinnahmequellen der Stadt, die sich längst weit über die Koralleninsel ausgedehnt hat. Immerhin leben in Mombasa fast eine Million Menschen. Im Norden ist die Stadt über den Makupa Causewaa, im Osten über die New Nyali Bridge mit dem Festland verbunden. Zur Südküste startet in kurzen Abständen die Likony Ferry. Meistens ist die Fähre allerdings mit tausenden Personen, Lastwagen und überfüllten Bussen vollkommen überlastet.
Eindrücke aus längst vergangenen Zeiten erlebt man am Hafen Dhow Harbour, Hier legen die traditionellen arabischen Segelschiffe mit den typischen Dreieckssegeln, die so genannten Dhows, an. Auch bei einem Bummel durch Old Town, der Altstadt von Mombasa, bleibt das orientalische Ambiente erhalten. Die im indischen Sansibar-Stil der Swahili-Kultur wundervoll geschnitzten Erker, Türen und Balkone einiger Häuser in den engen, verschlungenen Gassen wecken Erinnerungen an arabische Märchen.
Im Süden von Dhow Harbour beherrscht das wuchtige Fort Jesus die alte Hafeneinfahrt. Die Festung mit 16 Meter hohen Mauern aus Korallenstein und tiefen Gräben hinter den Wallanlagen wurde 1593 von den Portugiesen an den italienischen Baumeister Joao Batista Cairato in Auftrag gegeben. Sie sollte als Schutz gegen arabische Angreifer dienen und galt lange Zeit als absolut uneinnehmbar.
Heute genießen Touristen vom Wehrgang auf den Umfassungsmauern fantastische Ausblicke aufs Meer. Im Inneren kann man Fresken aus dem 17. Jahrhundert bestaunen. Außerdem gibt's ein Museum, in dem man neben Glas- und Keramikwaren auch alte Seekarten, maßstabsgetreue Dhows- Modelle und einen aus Walknochen gefertigten Stuhl bewundern kann.
Unweit vom Hafen trifft man auf die älteste noch benutze Moschee in Mombasa, die Mandhry Mosque. Auffällig an dem weißgetünchten Gebäude ist das klobig wirkende Minarett, dass sich nach oben kegelförmig verjüngt, eine Besonderheit der ostafrikanischen Architektur.
Im absoluten Gegensatz zum orientalischen Flair der Altstadt präsentiert sich das moderne Zentrum von Mombasa. Hier findet man Banken, Geschäftszentren und Hotels. Und natürlich die bekannten Wahrzeichen der Stadt: die Tusks in der Moi Avenue. Vier gigantische Elfenbeinstoßzähne kreuzen die Fahrbahnen. Geschaffen wurden sie im Jahr 1953 als Willkommensgruß für die junge Königin Elisabeth II.
Zu einer Stadtrundfahrt durch Mombasa gehört in jedem Fall eine Besichtigung des Jain-Temple. Ein wahrhaft orientalischer Traum bietet sich dem Besucher. Den Treppenaufgang zu dem weißen, märchenhaften, von zahlreichen Kuppeln gekrönten Tempelpalast umrahmen zwei dunkle, reichhaltig verzierte Elefantenskulpturen.
Auch im Tempelinneren bleibt der prunkhafte Eindruck erhalten. Mythische Gestalten der Jain-Religion bedecken die Wände, die Decken zeigen alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Bei den Anhängern der Jain-Religion, die den Hindu-Religionen zuzuordnen ist, handelt es sich um strikte Vegetarier, die sogar den Verzehr von Pflanzenwurzeln missbilligen.
Im Stadtzentrum laden zahlreiche Geschäfte und Läden zu einem Einkaufsbummel ein. Entlang der Moi Avenue werden die typischen, afrikanischen Holzfiguren und Goldschmuck angeboten. Wer Lust hat, afrikanisches Markttreiben zu schnuppern, sollte nicht versäumen, dem Muncipal Market einen Besuch abzustatten. Die Atmosphäre ist einzigartig. Auf den zahlreichen Ständen locken frisches Obst und Gemüse, duftende Gewürze und natürlich gibt's jede Menge Souvenirs.
Nach all den Sehenswürdigkeiten und Einkaufsbummeln kann man sich an den weißen Stränden der Stadt wunderbar erholen und die Seele baumeln lassen. Je nach Hotel findet man unterschiedliche Freizeitangebote. Für Meeresliebhaber werden neben den üblichen Wassersportmöglichkeiten, wie Tauchen, Windsurfen oder Wasserski, auch Hochseeangeltouren angeboten. Seetüchtig sollte man allerdings sein…
Mombasa ist zudem der ideale Ausgangsort für Safaris, auf denen man die afrikanische Tierwelt vor einzigartige Kulisse beobachten kann. Und was wäre ein Kenia-Urlaub ohne Safari? ZURÜCK
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