Die unwirkliche Kraterlandschaft rund um Matmata in Tunesien diente als Kulisse zum Epos "Krieg der Sterne" Weit im Südosten von Tunesien, in der Berglandschaft Dahar, befindet sich das Höhlendorf Matmata. In der kargen, mondähnlichen Landschaft mit trockenem, rauem und windigem Klima, haben sich seit Jahrtausenden Berberstämme niedergelassen und den schwierigen Lebensbedingungen angepasst.
Die Landschaft rund um das Höhlendorf Matmata erinnert stark an einen Ausflug auf den Mond. Weit auslaufende Kraterlandschaften, spärlich bewachsen mit dürrem Dornengestrüpp, nur selten durch eine Palme geschmückt, träumen unter einem azurblauen Himmel. Die Einzigartigkeit der Szenerie hat wohl auch den amerikanischen Regisseur George Lukas begeistert. Hier fand er die geeignete Kulisse für sein Filmepos "Krieg der Sterne".
Die harten Klimabedingungen mit glühend heißen Sommertagen, an denen es über 45 Grad im Schatten werden kann, und eiskalten Winternächten mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, waren wohl mit ausschlaggebend dafür, dass die hier angesiedelten Menschen sich ihre Behausungen unter der Erde errichtet haben. Die Höhlenwohnungen bieten absolut perfekten Schutz, sowohl gegen Hitze als auch gegen Kälte.
Bis zu zehn Meter tief werden die so genannten Troglodytenwohnungen in die Erde gegraben, rund um den Krater werden dann die Zimmer in den weichen Felsen geschlagen. Um einen Innenhof gruppieren sich Wohnräume, Vorratskammern und Unterkünfte für die Haustiere. Auch wenn manche der Höhlenwohnungen älter als 400 Jahre sind, auf alle "neuerlichen Errungenschaften" wollen die Bewohner nicht verzichten. So erblickt man in der öden Landschaft schon mal Stromkabel oder Fernsehantennen, die aus den Hügeln herausragen.
Von außen sieht man meist nur die schmalen Türöffnungen, deshalb ist man von der Geräumigkeit im Inneren dann angenehm überrascht. Die Wohnungen im Erdinneren überraschen bei der draußen meist herrschenden Gluthitze mit angenehmer Kühle. Sommer wie Winter bleibt Temperatur im Inneren der Höhle annähernd gleich. Gegen Bezahlung haben Besucher die Möglichkeit, einen Blick in eine derartige, uns unbekannte, Behausung zu werfen.
Wer möchte, kann selbst ausprobieren, wie es sich in einer derartigen Wohnung lebt. Manche Höhlen wurden zu Hotels umgebaut. Zur Bildergalerie ZURÜCK
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