Sri Lanka lockt mit traumhaften Stränden, historischen Sehenswürdigkeiten, grandiosen Berglandschaften, tropischer Pracht, nostalgischen und modernen Hotels Das Sri Lanka oftmals als das "Paradies auf Erden" bezeichnet wird, kommt nicht von ungefähr. Zu dieser Bezeichnung führt nicht nur die tropische Pracht der Vegetation, die bezaubernde Schönheit der Küsten und Strände und die einzigartige Lebensart der Bewohner, sondern auch 2.243 Meter hohe Adams Peak, auf dessen Gipfel ein riesengroßer Fußabdruck bestaunt werden kann, den der Legende nach der erste Mensch, Adam, dort hinterlassen hat.
Vom Flughafen Frankfurt aus ist Sri Lanka, ehemals Ceylon genannt, in zirka neun Stunden zu erreichen. Der Inselstaat im Indischen Ozean liegt nur 31 Kilometer von der Südspitze des Indischen Subkontinents entfernt. Obwohl das "Paradies auf Erden" seit rund zwei Jahrzehnten immer wieder vom Bürgerkrieg heimgesucht wird, bleibt die Insel ein hinreißendes Urlaubsziel. Nicht nur die wundervollen Sandstrände, sondern die üppige Vegetation, die landschaftliche Vielfalt und die kulturell wertvollen, historischen Sehenswürdigkeiten locken Touristen aus aller Welt an. Dazu kommt, dass man nirgendwo in Asien so gut auf eigene Faust und vergleichsweise preiswert herumreisen kann, wie auf Sri Lanka. Also auch ein Paradies für Rucksacktouristen.
Über 69 Prozent der Einwohner auf Sri Lanka sind Buddhisten. Schon in historischen Zeiten war die Insel immer vom Buddhismus geprägt. Das zeigt sich auch heute noch an den zahlreichen Tempeln und Buddhastatuen. Der Toleranz dieser Religion ist es zu verdanken, dass alle Glaubensrichtungen der späteren Einwanderer vollkommen toleriert wurden. Heute leben auf Sri Lanka vier Weltreligionen friedlich nebeneinander: Buddhisten, Hinduisten, Christen und Moslems.
Mit zirka 74 Prozent stellen die Singhalesen, Nachkommen arabischer Einwanderer aus Nordindien, die größte Bevölkerungsgruppe dar. In der Mehrzahl sind sie Buddhisten, einige auch Christen. An zweiter Stelle mit einem Anteil von rund 18 Prozent folgen die Tamilen, die sich in Ceylon Tamils und Indien Tamils unterscheiden. Die übrigen Minderheiten setzen sich aus Burghern und Eurasiern, Malaien, Chinesen, Afghanen und Europäern zusammen.
Fast die Hälfte der Insel ist mit Wäldern bedeckt. Der fruchtbare Boden und das tropische Klima sorgen dafür, dass jedes Samenkorn, das auf Sri Lankas Erde fällt, auch angeht, wächst und gedeiht. So zeigt sich die Farbenpracht der Tropen im Hochland beim üppigem Rhododendron, den mehr als 150 Orchideenarten, die wild in den Wäldern wachsen und den zauberhaften Lotosblüten in Seen und Teichen. Ihren Ruf als Gewürzinsel wird Sri Lanka unter anderem mit Zimt, Chilli, Kurkuma und Pfeffer gerecht. Neben der Kautschukgewinnung spielen auch die Teeplantagen eine große Bedeutung für die Wirtschaft des Landes. Tee stellt neben Textilien, Edelsteinen, und Kokosnussprodukten eines der wichtigsten Exportgüter dar. Auf etwa vierzig Prozent des Agrarlandes wird Reis angebaut, eines der Hauptbestandteile der nationalen Küche.
Hauptstadt der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka ist Colombo. Ihr Name ist singhalesischen Ursprungs und bedeutet Hafen. Bereits im achten Jahrhundert ließen sich hier arabische Einwanderer nieder und machten Colombo zur Drehscheibe für den Handel mit Edelsteinen, Gewürzen, Seide, Pfauenfedern und Elfenbein. Sehenswert ist das Hotel- und Geschäftsviertel "Fort" mit seinen Gebäuden aus der Kolonialzeit und modernen Hochhäusern. Hier befinden sich auch das Parlamentsgebäude mit dem Amtssitz des Präsidenten und das so genannte "World Trade Center", mit seinen Zwillingstürmen das zweithöchste Gebäude in Asien.
Nur wenige Minuten entfernt liegt das quirlige Basarviertel "Pettah", in dem sich moslemische Händler angesiedelt haben und orientalisches Lebensgefühl verbreiten. Was das Leben auf der Straße angeht, eines der reizvollsten Viertel Colombos. Am Rande des schönen Vihara Maha Devi Parks im Stadtviertel Cinnamon Gardens steht das Nationalmuseum. Besucher erhalten einen Einblick in historische Vergangenheit Sri Lankas. Hier kann man unter anderem Krone und Thorn der Könige von Kandy, die berühmte Palmblattbibliothek, die Ola-Blätter besichtigen. Außerdem sind im Museum Kopien der weltberühmten Waldmalereien von Sigiriya ausgestellt. Besuchenswert ist auch der Zoologische Garten, der zu den schönsten in Asien zählt.
Von Colombo aus kann man vielerlei Touren zu den historischen Stätten der Insel unternehmen. Für einen reinen Badeurlaub ist Sri Lanka nämlich eigentlich zu schade, da aus der langen Vergangenheit der Insel viele interessante Relikte erhalten sind. Diese konzentrieren sich insbesondere in dem von der UNESCO proklamierten "Kulturdreieck" zwischen Kandy, Anuradhapura und Polonnaruwa. Bei den Fahrten über Land begegnet man einer Welt voller Gegensätze. Neben einfachen Bauernhäusern trifft man auf die Luxusvillen der Reichen, die sich in Nuwara Eliya zum Golf spielen treffen. Beeindruckend ist dabei die freundliche und ausgeglichene Wesensart der Menschen, die ihr oft problematisches Leben in Armut mit Sanftmut, Geduld und tiefer Gläubigkeit meistern.
Alles in allem, Sri Lanka ist ein faszinierendes Reiseland. Wer einmal seinen Urlaub in Sri Lanka verbracht hat, wird die Insel und ihre Menschen wohl nie wieder vergessen können… ZURÜCK
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