Das kleinste Land Südostasiens liegt zwischen Malaysia und Indonesien: der Insel- und Stadtstaat Singapur Am südlichsten Zipfel des asiatischen Kontinents, eingebettet zwischen Malaysia im Norden und Indonesien im Süden, befindet sich der Stadtstaat Singapur. Ein wahrer Schmelztiegel der Nationen. Auf einer Fläche von rund 700 Quadratkilometer leben heute mehr als vier Millionen Menschen unterschiedlicher ethnischer Gruppen, darunter rund 77 Prozent Chinesen, 14 Prozent Malaien und 7 Prozent Inder. Die restlichen zwei Prozent verteilen sich auf übrige Ausländer, meist Gastarbeiter.
In Punkto Ordnung, Wohlstand, Modernität und Sauberkeit rangiert der Stadtstaat Singapur in Asien hinter Japan an zweiter Stelle. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich Singapur zum führenden Finanz-, Industrie- und Handelszentrum in Südostasien. Der Hafen, weltweit bedeutendster Umschlagplatz für Container, rangiert auf Platz vier der Weltrangliste.
Der Brite Sir Raffles hatte im Jahre 1819 den natürlichen Hafen und dessen günstige Lage der damals sumpfigen und unbewohnten Insel erkannt. Er kaufte ihn für 2.670 US-Dollar und baute ihn zum Stützpunkt des britischen Empire aus. Seinen Namen verdankt Singapur einer Legende. Im 14. Jahrhundert flüchtete ein hinduistischer Prinz aus Sumatra auf die Insel. Durch seine Vermählung mit einer buddhistischen Prinzessin aus Java war er in die politischen Auseinandersetzungen des hinduistischen Srivijaya-Reichs von Sumatra und des buddhistischen Majapahit-Reichs auf Java geraten. Im seinem Dschungelversteck stand er plötzlich einem großen Löwen gegenüber. Zunächst wollte der Prinz eigentlich im Kampf gegen das Raubtier antreten. Dann jedoch geschah etwas Außergewöhnliches. Prinz und Löwe blickten sich tief in die Augen, der junge Mann senkte sein Schwert, der Löwe trottete davon und zog sich zurück. Wegen dieses Ereignisses nannte der Prinz den Ort "Löwenstadt", singhalesisch "Singha" für Löwe und "Pura" für Stadt. Heute ist das Fabelwesen "Merlion", eine Mischung aus Löwe und Fisch, das Wahrzeichen der Stadt Singapur.
Wer in den Stadtstaat Singapur reist, sollte sich darüber im Klaren sein, dass hier sehr strenge Gesetz herrschen. Einfuhr und Besitz von Drogen und Rauschmitteln ist strikt verboten und wird mit hohen Freiheitsstrafen - bis hin zur Todesstrafe - geahndet.
Strafrechtliche Verbote werden konsequent durchgesetzt, insbesondere werden Drogenhandel und Drogenkonsum streng bestraft. So gilt die obligatorische Todesstrafe für den Besitz von mehr als 15 Gramm Heroin bzw. 500 Gramm Marihuana. Bei diesen Mengen wird Drogenhandel unterstellt. Entsprechend streng werden auch die Zollvorschriften überwacht. Tabakwaren dürfen nach Singapur überhaupt nicht eingeführt werden. Erwachsenen über 18 Jahre ist es erlaubt, je 1 Liter Wein, 1 Liter höherprozentige Getränke und 1 Liter Bier zum ausschließlich persönlichen Gebrauch einzuführen. Ebenfalls verboten ist die Einfuhr von Kaugummi und pornografischen Artikeln. Harte Strafen winken schon bei kleineren Vergehen, wenn zum Beispiel Müll oder auch Zigarettenkippen einfach auf die Straße geworfen werden. Allerdings steht auch alle paar Meter ein Abfalleimer und Aschenbecher bereit. Rauchen ist in allen öffentlichen Räumen, Verkehrsmitteln und Lokalen verboten. Singapur ist kein Paradies für Raucher! Nicht nur, dass fast überall Rauchverbot herrscht, Zigaretten und Alkohol sind zudem sehr, sehr teuer. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, ist die Verbrechensrate in der Republik Singapur sehr niedrig.
Egal, ob nur als Zwischenaufenthalt für eine weitere Asienreise oder für einen längerfristigen Besuch, Singapur ist immer eine Reise wert und hat viel zu bieten. Lassen Sie sich vom Flair dieses multikulturellen Landes begeistern. ZURÜCK
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