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Medizinische Hinweise für Singapur PDF Drucken E-Mail
Freitag, 11. Juli 2008 um 14:46

Singapur ist gelegentlich vom sogenannten Haze betroffen. Die aktuelle Lage und Messwerte (PSI) sind auf der Website der singapurischen Umweltbehörde www.nea.gov.sg/psi/ abrufbar.

Beim Haze handelt es sich um periodisch auftretende, Smog-ähnliche Luftverunreinigungen, die durch Brandrodung und Schwelbrände in Malaysia und Indonesien verursacht werden. Je nach Wetterlage können die Schadstoffwerte, die von singapurischen Medien veröffentlicht werden, täglich schwanken. Es wird daher empfohlen, sich regelmäßig über die aktuelle Belastung zu informieren. Soweit stark erhöhte Schadstoffkonzentrationen vorliegen, können Reizungen der Augen und der Atemwegsorgane auftreten. Insbesondere Herz- und/oder Lungenkranke sowie alte Menschen und Kleinkinder sind stärker gefährdet, aber auch gesunde Erwachsene sollten dann eine körperliche Betätigung im Freien vermeiden und weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Menschen mit den genannten oder anderen einschlägigen gesundheitlichen Problemen (Asthmatiker, Allergiker, u.a.) sollten vor Reisen nach Singapur einen Arzt konsultieren.

Denguefieber

Denguefieber, eine von Moskitos übertragene fieberhafte Viruserkrankung, kommt in Singapur wie auch im übrigen Südostasien mit Verstärkung in den Sommermonaten vor. Da es keine ursächliche Behandlung gibt, beschränkt sich die Therapie auf die Linderung der Beschwerden und ggf. der möglichen Komplikationen, insbesondere einen Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes unter intensivmedizinischen Bedingungen. Essentielle vorbeugende Maßnahme ist der Mückenschutz, insbesondere tagsüber.

SARS

Obwohl SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) inzwischen keine aktuelle gesundheitliche Bedrohung mehr darstellt, hält Singapur unverändert gewisse Vorsichts- maßnahmen aufrecht, um bei einem Wiederauftreten der Krankheit unverzüglich reagieren zu können, beispielsweise mit entsprechenden Gesundheitskontrollen bei der Ein- und Ausreise.

Impfschutz

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B, bei zu erwartenden Hygienemängeln ist Typhus zu erwägen. Ein persönliches Beratungsgespräch mit einem Reise- oder Tropenmediziner ist ratsam.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Impfbefreiungsbescheinigungen werden nicht anerkannt.

HIV / AIDS

Durch hetero- und homosexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch sowie Blutkontakten besteht grundsätzlich auch in Singapur das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Die möglichen Vorsichtsmaßnahmen sollten beachtet werden, Kondombenutzung wird generell, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Prophylaxe

Ist der Aufenthalt strikt auf Singapur beschränkt, so bestehen viele Risiken anderer Tropenländer wegen der hier herrschenden strikten Hygiene und den weitgehend fehlenden Mücken bei intensiv durchgeführter Mückenbekämpfung kaum oder gar nicht. Durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellents, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) kann das Restrisiko für mückenübertragene Erkrankungen noch weiter reduziert werden. Eine medikamentöse Malariaprophylaxe ist für Singapur nicht nötig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande hat ein hohes mit Europa vergleichbares Niveau. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind auch wegen evtl. hoher Krankenhaus- und Arztrechnungen, die vielfach sofort beglichen werden müssen, dringend empfohlen

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

 Die Angaben sind:

zur Information medizinisch Nicht-Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Quelle: Auswärtiges Amt Deutschland

 

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Aktualisiert ( Dienstag, 21. Oktober 2008 um 15:25 )
 
 

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