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Höhlenwelten im Mulu - Nationalpark PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. Juli 2008 um 15:20
Mulu - Nationalpark : Fantastische Höhlensysteme, unberührte Natur und eine Vielfalt von Flora und Fauna im Dschungel von Borneo

Im Mulu-Nationalpark auf BorneoWer nach Borneo reist, sollte nicht versäumen, eine Tour in den Mulu - Nationalpark in Sarawak zu unternehmen. Mitten im tiefen Dschungel, abseits vom Massentourismus, kann man eines der größten Höhlensysteme der Welt besuchen.

 

 

 

Im Mulu-Nationalpark auf BorneoUnsere erste Tour in den Dschungel von Borneo führte uns zum Mulu - Nationalpark. Hier im tiefsten Regenwald in fast unberührter Natur befindet sich eines der größten Höhlensysteme der Welt. Nur mit kleinen Flugzeugen ist der Park erreichbar. Gestartet waren wir von Miri. Bereits aus der Luft konnten wir das Kalksteinmassiv mit seinen tiefen Schluchten bestaunen.

 

Infocenter im Mulu-Nationalpark auf BorneoNachdem wir uns bei der Registrierstelle angemeldet hatten, führte uns unser Guide über einen relativ bequemen Plankenweg durch den dicht bewachsenen Regenwald. Mitten in der üppigen Natur hatten wir unterwegs häufig Gelegenheit, die überwältigende Vielfalt der Flora zu bestaunen.

 

 

Im Mulu-Nationalpark auf BorneoNach etwa zwei bis drei Kilometer gelangten wir zu unserer ersten Höhle, der Lang Cave. Geschickt positionierte Schweinwerfer beleuchten in dieser nur 25 Meter langen Höhle die einzigartige Schönheit der fantastischen Tropfsteinformationen. Ihren Namen erhielt die Lang Cave übrigens nicht wegen ihrer "Länge", sondern von einem einheimischen Führer, der sie Ende der siebziger Jahre entdeckte und einer Forschergruppe präsentierte.

 

Im Mulu-Nationalpark auf BorneoGigantisch dagegen erschien uns die ganz in der Nähe liegende Deer Cave. Zwischen den Bäumen öffnet sich der gewaltige Höhleneingang, mit einer Breite von 150 Meter und einer Höhe von 120 Meter der größte der Welt. Im Laufe von Millionen Jahren hat die Natur einen über zwei Kilometer langen Tunnel in die Erde gegraben. Das gesamte Ausmaß dieser Höhle ist einfach überwältigend. Im Inneren hausen Heerscharen von Fledermäusen, der klitschige Boden ist dicht belegt mit Guano. Vorsichtig bewegten wir uns über rutschige Stiegen in der Dunkelheit und atmeten dabei den "duftenden" Kot der Fledermäuse sein.

 

Im Mulu-Nationalpark auf BorneoUnd nach einer Weile Marsch sorgt plötzliche eine Öffnung in der Höhlendecke dafür, dass gleißendes Licht in die Höhle eindringen kann. Wie eine Oase in der Dunkelheit erstrahlt hier auf einmal die Natur in ihrer ganzen Schönheit. Riesige Bäume, behangen mit schlingenden Lianen wachsen aus dichtem Unterholz hervor. In einem sprudelnden Bach schwimmen zahlreiche Fische. Ein Stück Regenwald mitten in einer Höhle. Zu Recht wird dieser paradiesähnliche Teil der "Garten Eden" genannt.

 

Im Mulu-Nationalpark auf BorneoEin weiteres Highlight wartet beim Einbruch der Dunkelheit auf den Besucher. In gewaltigen Schwärmen verlassen die Fledermäuse die Höhle, um im Regenwald auf Nahrungssuche zu gehen. Wie riesige, dunkle Wolken stieben sie in den Himmel.

 

 

 

Zurück ging's wieder über den Plankenweg zu unserem Flieger, der uns zurück nach Miri brachte. Und vorn dort flogen wir direkt weiter nach Kuching.

 

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Aktualisiert ( Mittwoch, 23. Juli 2008 um 15:38 )
 
 

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