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Bali – Traumstrände und exotischer Zauber PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 05. August 2008 um 15:53

Auf Bali, der Insel der Götter und Dämonen, vermischen sich Touristenattraktionen, tiefe Frömmigkeit und traditionsreiche Kultur zu liebenswerter Einheit

 

Sonnenuntergang am Tempel Tabah Lot auf BaliIm Indischen Ozean, zwischen Java und Lombok liegt Bali, die westlichste der Kleinen Sunda-Inseln. Politische gesehen gehört das rund 5.600 Quadratkilometer große Eiland seit 1945 zu Indonesien. Über 92 Prozent der rund 3,3 Millionen Einwohner bekennt sich zur Hindu-Dharma-Religion, einer balinesischen Glaubensrichtung des Hinduismus. Tiefe Frömmigkeit und traditionelle Riten, aber auch eine fast unbegrenzte Lebensfreude, formen auch heute noch, im modernen Zeitalter, den Alltag der Balinesen.

 

Traumstrand auf BaliFast kann man sich keinen schöneren Urlaubsort vorstellen als die Trauminsel Bali im Indischen Ozean. Der ganze Zauber des Eilands erschließt allein schon durch die herrlichen Sandstrände mit glasklarem Wasser, paradiesischen Buchten, der üppigen und farbenfreudigen Blütenpracht in den Hotelanlagen und die liebenswerte Freundlichkeit der Balinesen.

 

Poolbar am Meer auf BaliKeinem Urlauber könnte man es verübeln, wenn er auf Bali lediglich die herrlichen Tage am Strand, Spaziergänge durch die mit exotischen Pflanzen anlegten Parks, die leckeren Köstlichkeiten aus der balinesischen Küche und den nächtlichen Touristenrummel in vollen Zügen genießt. Aber Bali bietet viel, viel mehr. Abseits des Gedränges, weg von den bekannten Urlaubsorten, lässt sich das ursprüngliche, traditionelle Bali erspüren. Wer verstehen will, was die Balinesen so stark von ihren anderen Inselnachbarn unterscheidet und wie es ihnen gelingt, sich den westlichen Einflüssen weitgehend zu entziehen, der muss seinen Geist für das Mysteriöse öffnen.

 

Der Vulkanberg Agung auf BaliIm Glauben der Balinesen ist die Welt zweigeteilt. Zum Ausdruck kommt dies bei Himmel und Erde, Sonne und Mond, Tag und Nacht, Götter und Dämonen, Leben und Tod, Hell und Dunkel, Rein und Unrein, Gut und Böse usw. Auf den Bergen wohnen die Götter und die Geister der Ahnen, in den Tiefen des Meeres hausen die Dämonen der Unterwelt und bösen Geister. In dem dazwischen liegenden, von den Göttern verliehenen Raum, leben die Menschen. Für die Erhaltung der Harmonie, ist es nach balinesischem Glauben erforderlich, ein Gleichgewicht zu den gegensätzlichen Kräften zu erhalten, also sowohl den Göttern als auch den Dämonen zu huldigen. Und am Ende siegt immer das Gute.

 

Der Barang und die Hexe Rangda - BaliDieser Glaube spiegelt sich auch bei den Barong-Tänzen wieder, die man als Tourist in Batubulan sehen kann. Auch hier kämpfen Gut und Böse miteinander. Auf der einen Seite Rangda, die Königin der Hexen, die das Böse verkörpert und auf der anderen Seite der Barong, ein mythisches Wesen, das die guten Kräfte auf der Erde repräsentiert. Auch bei diesem Tanz siegt am Ende das Gute über das Böse.

 

 

Tempel Pura Besakih auf BaliEtwa dreiviertel der gesamten Inselfläche auf Bali wird von vulkanischen Bergen bedeckt. Mit 3.142 Meter ist der Gunung Agung der höchste Vulkan der Insel. Er gilt bei den Balinesen als das Zentrum der Welt und Sitz der Götter. Am Südwesthang des Berges befindet sich das bedeutendste hinduistische Heiligtum der Insel, der über 1.000 Jahre alte Tempel Pura Besakih, auch als "Muttertempel" bezeichnet. Hier findet einmal im Jahr bei Vollmond ein großes Opferfest für die Vorfahren statt.

 

 

 

Tempel in einem Dorf auf BaliFür die Balinesen ist Leben Religion und Religion leben. Von Geburt an bis zum Tod wird der Mensch in seiner Gemeinschaft von religiösen Riten und Festen begleitet. Fast in jedem Dorf auf Bali steht mindestens ein Tempel, deshalb wird Bali auch oft als die "Insel der Tausend Tempel" bezeichnet. Natürlich sind die kleineren Tempel in den Dörfern oft sehr einfach und nicht besonders sehenswert, aber einige der größeren Tempelanlagen auf der Insel sollte man auf jeden Fall besichtigen. Wirklich alle zu besuchen, dürfte wegen der ungeheuren Vielzahl wohl kaum möglich sein.

 

Reisterrassen auf BaliAuch in Bezug auf die landwirtschaftliche Nutzung und zur Regelung der Bewässerung haben sich die Dorfgemeinschaften auf Bali zusammengeschlossen. Auf den ertragreichen vulkanischen Verwitterungsböden sind 2-3 Reisernten pro Jahr möglich. Bei Fahrten über Land kann man überall die saftig grünen Reisfelder und -Terrassen bewundern. Neben dem Reis, dem Hauptnahrungsmittel der Balinesen, werden zudem Erdnüsse, Chilis, Zwiebeln, Sojabohnen oder andere tropische Gemüsesorten und Früchte angepflanzt

 

Künstlerort Ubud auf BaliNicht nur die Tempelanlagen auf Bali sind sehenswert. Auch Kunst und Kultur spielen auf der malerischen Insel eine große Rolle. Zahlreiche westliche Künstler kamen Anfang des 20. Jahrhunderts nach Bali, um sich hier von der exotischen Schönheit der Insel und den einheimischen Künstlern inspirieren zu lassen. Darunter war auch der deutsche Musiker und Maler Walter Spies. Als Mitbegründer der Künstlervereinigung Pita Maha reformierte er die balinesische Malerei. Sein Haus wurde in den 30iger Jahren zum kulturellen Zentrum auf Bali. Künstler, Musiker, Schriftsteller und Schauspieler aus aller Welt, darunter Charlie Chaplin, Vicky Baum und Leopold Stokowski, waren bei ihm zu Gast. Wer sich für die Malerei auf Bali interessiert, sollte unbedingt einen Ausflug in das künstlerische Zentrum der Insel nach Upud einplanen. Hier hatte sich in den 30iger Jahren die europäische Künstlerkolonie angesiedelt, zu der neben Spies auch Bonnet und Rousseau gehörten. Heute findet man in Upud eine große Anzahl an Gemäldegalerien.

 

Elefantenhöhle Goa Gajah auf BaliAuch Höhlenbegeisterten hat Bali etwas zu bieten. Östlich von Upud befindet sich die  so genannte Elefantenhöhle Goah Gajah, eine der ältesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Im 11. Jahrhundert diente die in einen großen Felsblock gehauene Höhle als Einsiedelei für hinduistische Mönche. Ein furchterregendes Dämonengesicht formt mit seinem aufgerissenen Rachen den Eingang. Ihren Namen erhielt die Höhle vermutlich wegen einer Statue von Ganesha, dem Elefantengott, die im Inneren zu finden ist.

 

Fledermäuse in der Goa Lawah auf BaliEbenso interessant dürfte eine Besichtigung der Fledermaushöhle Goa Lawah bei Kusambe sein, dem Ort, dessen Strand mit schwarzem Lavasand bedeckt ist. Es heißt, dass die Ausläufer der Höhle bis zum Besakih-Tempel hinaufführen. Allerdings ist nur der vordere Teil zur Besichtigung zugelassen. An der Decke hängen Tausende von Fledermäusen, ein eindrucksvoller Anblick. Sowohl der Höhlenboden als auch die kleinen Schreine rund um die Grotte sind voll mit den Exkrementen der Tiere bedeckt.

 

Gerichtshalle in Klungkung auf BaliEtwa zehn Kilometer entfernt kann man in Klungkung eine alte Gerichtshalle, die Kerta Gosa, besichtigen. Hier tagte zur Zeit der Gelgel-Dynastie im 18. Jahrhundert der Oberste Gerichtshof von Bali. Die Unterseite des Daches ist mit Gemälden im Wayang-Stil ausgeschmückt. Die Bilder zeigen schreckliche und drastische Darstellungen über die Bestrafung von Rechtsbrechern.

 

Heilige Rhesusaffen im Affenwald auf BaliZu erwähnen wäre noch die Möglichkeit, auf Bali einen der mehrfach vorhandenen Affenwälder zu besuchen. Diese Tiere werden auf der Insel als Nachkommen Affengenerals Hanuman gesehen und als heilig verehrt. Da es an den Eingängen meist Bananen und Nüsse zu kaufen gibt, haben sich die Affen schnell an die Touristen gewöhnt und werden auch oft leicht aggressiv. Dafür hat man Gelegenheit, die Tiere aus ziemlicher Nähe zu beobachten.

 

Abschließend bleibt noch zu betonen, dass Bali auf der gesamten Insel eine fantastische exotische Landschaft zu bieten hat. Fast jeder Ausblick ist von zauberhafter Schönheit geprägt. Wer Bali gesehen hat, wird diese Insel, trotz des hier herrschenden Massentourismus in einigen Urlaubsorten, wohl für immer in traumhafter Erinnerung behalten.

Weblinks:

Bali

 

 

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Aktualisiert ( Freitag, 12. September 2008 um 16:24 )
 
 

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