Besichtigung des Wassertempel Pura Ulun Danu und malerische Reisterrassen im Norden von Bali Während es im Süden der Insel Bali nur so von Touristenorten wimmelt, sind das zentrale Hochland und der malerisch schöne Norden noch nicht ganz so überlaufen. Eine Fahrt durch das Hochland mit den Bergseen von Bedegul und Pupuan zur Nordküste sollte man sich auf keinen Fall entgegen lassen, denn hier gibt es noch die Möglichkeit, das ursprüngliche Bali mit seinen Geheimnissen zu entdecken.
Durch kleine, malerische Dörfer und immer wieder faszinierende Landschaften fuhren wir zunächst in Richtung des zentralen Hochlands von Bali. Voller Erstaunen sahen wir Frauen an uns vorbeiziehen, die auf ihren Köpfen in riesigen, kunstvoll geflochtenen Körben zu Türmen aufgeschichtete Früchte und Blumen trugen. Dabei handelt es sich um Opfergaben für Tempelfeste, die mit liebevoller Mühe gestaltet werden. Auf Gehwegen, an Straßenrändern oder gefährlichen Kreuzungen findet man oftmals auch kleine Opferschälchen mit Blüten, Reiskörnern, Früchten oder anderen Gaben. Sie dienen nach balinesischem Glauben zur Besänftigung der Dämonen.
Plötzlich hinderte uns eine kleine Affenschar an der Weiterfahrt. Die Tiere, daran gewöhnt, dass sie von Vorbeifahrenden gefüttert werden, bettelten natürlich auch bei uns auf mehr oder weniger freche Art und Weise um essbare Köstlichkeiten…
Je weiter wir ins Hochland vordrangen, umso angenehmer wurden die Temperaturen. Hier in den Höhenlagen gedeihen sogar Obst- und Gemüsesorten, die sonst auf Bali nicht angebaut werden, wie zum Beispiel Erdbeeren. Man kann sie unter anderen auf dem Markt von Bedugul erwerben.
Wer nach Bedugal kommt, wird, - genau wie wir -, es nicht versäumen, den Wassertempel Pura Ulun Danu zu besichtigen. Der großartige, am Westufer des Bratans-See gelegene Tempel ist der Seegöttin Dewi Danu gewidmet. Sie stellt, nach dem Glauben der Balinesen, das Wasser für den Reisanbau zur Verfügung. Vor der Bepflanzung wird deshalb das Reisfeld mit einigen Tropfen des von den Priestern geweihten Wassers aus dem Bratan-See gesegnet. Damit soll eine gute Ernte gewährleistet werden.
Auf zwei kleinen vorgelagerten Inseln des Kratersees recken sich dunkle Pagoden in den Himmel, eine elfstöckige und eine kleinere, dreistufige Meru. Im Nebel scheinen die beiden Tempelanlagen in der Luft zu schweben, bei klarem Wetter spiegeln sie sich in den Wassern des Sees. Eine Augenweide und fantastisches Fotomotiv. Am Ufer umsäumt eine wunderschön angelegte, farbenfrohe Gartenanlage den Tempelbereich.
Der gesamte Tempelkomplex wurde ursprünglich im Jahr 1633 errichtet. Obwohl die Anlage in den Jahren 1917 und 1926 bei Ausbrüchen des Vulkans Gunung Batur von Lavaströmen zerstört wurde, hat man den Tempel immer wieder renoviert. Er gilt nach dem "Muttertempel" Pura Besakih als der zweitwichtigste Tempel auf der Insel Bali.
Die weitere Fahrt führte uns durch eine landschaftlich überwältigende Schönheit. Immer wieder beeindruckte uns der Anblick der märchenhaften, in Terrassenform angelegten Reisfelder mit ihrem saftigen Grün.
Schließlich erreichten wir an der Nordküste Singaraja, nach der Hauptstadt Denpasar die zweitgrößte Stadt auf Bali. Bevor Mitte des 19. Jahrhunderts die Holländer die Macht übernahmen, residierten hier die Raja´s von Buleleng. Noch heute lässt sich die glanzvolle Geschichte der Stadt an den herrlich Bauten im Kolonialstil erkennen. Schon Jahrhunderten ist der Hafen Buleleng ein bedeutender Umschlagplatz für den internationalen Schiffsverkehr.
Noch immer ein Juwel abseits des Massentourismus ist der Küstenabschnitt Lovina Beach. Zwar sind hier die Strände, bedingt durch die Lava, dunkler als in den südlichen Urlaubsorten Kuta oder Sanur, aber wegen der vorgelagerten Riffe kommen hier vor allem Taucher auf ihre Kosten. Eine weitere Attraktion bieten Delfine, die sich hier gerne morgens in Küstennähe aufhalten und die man von Booten aus beobachten kann.
Uns hat es im Norden der Insel so gut gefallen, dass wir beschlossen, beim nächsten Baliurlaub hier "unsere Zelte" aufzuschlagen… Zur Bildergalerie ZURÜCK
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