Weitläufige Anlage in einem farbenprächtigen Park: Der Tempel Pura Taman Ayun auf Bali Etwa zwölf Kilometer von der Hauptstadt Denpansar entfernt, in der Ortschaft Mengwi, befindet sich einer der weitläufigsten und schönsten Tempelanlagen auf Bali, der Pura Taman Ayun. Zwar ist der Eintritt in den inneren, heiligen Tempelbezirk nicht erlaubt, aber es gibt einen bequemen Spazierweg entlang des Wassergrabens, der den Gesamtkomplex umrundet.
Die wörtliche Übersetzung des Namens Taman Ayun bedeutet "Garten auf dem Wasser", eine durchaus zutreffende Bezeichnung für diese herrliche Tempelanlage inmitten eines weitläufigen Parks, umrundet von einem breiten, mit blühenden Seerosen bewachsenen Wassergraben.
Erbaut wurde der Tempel Mitte des 17. Jahrhunderts vom Raja I Gusti Agung Anom. Zu dieser Zeit war Mengwi die einflussreiche Hauptstadt eines mächtigen Fürstentums. Im Jahr 1937 wurde der gesamte Komplex renoviert. Auch heute noch gehört der Pura Taman Ayun zu den bedeutendsten religiösen Zentren von Bali. Dies zeigt sich auch an den zehn Meru im innersten, heiligen Bezirk des Tempels, dessen Zutritt ausschließlich den Gläubigen erlaubt ist.
Diese Merus, Turmbauten mit pagodenartigen Dächern stellen ein Symbol für den kosmischen Berg Mahameru dar, im hinduistischen Glauben der Sitz der Götter. Die Anzahl der Dächer, Tumpang genannt, zeigt den Rang der Gottheit an, dem der jeweilige Meru geweiht ist. Neun Dächer stehen Brahma und Vishnu zu, elf sind für Shiva vorbehalten, Zerstörer und Gott des Todes, aber zugleich auch der Erneuerung. Er soll auf dem Gipfel des Vulkans Gunung Batur wohnen. Brahma gilt als der Schöpfer der Welt und des Universums, Vishnu ist Beschützer und Lebensspender. Er wohnt auf dem heiligen Vulkanberg Agung.
Die Meru im Tempel Taman Ayun sind unter anderem dem Heiligen Berg Gunung Batur, der Reisgöttin Sri und des alten Göttern des Königreichs Majapahit gewidmet. Zudem befinden sich innerhalb der Tempelmauern 27 Schreine und Pavillons, verziert mit wahrhaft kunstvollen Türen und Schnitzereien
Der gesamte Tempelkomplex des Taman Ayun besteht aus drei Höfen in aufsteigender Höhe. Besonders gut erkennen lässt sich dies von einem kleinen Turm aus, der links neben dem Tempel steht und von dem aus man eine wunderbare Aussicht über die gesamte Anlage genießen kann.
Trotz der vielen Touristen, beim Rundgang durch die Tempelanlage verspürten wir innere Ruhe und Gelassenheit. Es liegt wohl an der ausgeglichenen balinesischen Architektur und der wunderbar angelegten Parkanlage, dass sich hier eine Atmosphäre der stillen Meditation auf den Besucher überträgt.
Zur Bildergalerie ZURÜCK
|