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Sarawak – ein Paradies im Dschungel von Borneo Drucken E-Mail
Freitag, 18. Juli 2008 um 11:03
Abenteuer pur in Sarawak: Kopfjäger im Langhaus, Höhlenexpeditionen, Dschungeltouren

Flagge von Sarawak auf BorneoNoch immer ein Geheimtipp als Reiseziel in Ostasien ist Sarawak, der größte ostmalaysische Bundesstaat auf der Insel Borneo. Im ältesten Dschungel der Welt wächst exotische Flora in mannigfacher Vielfalt, fühlen sich seltene und wilde Tier heimisch und leben heute noch die Nachkommen der Kopfjäger, die Iban. Es ist das Land, in dem der Pfeffer wächst, aber daneben werden auch Kakao, Tropenholz, Kautschuk und sogar Erdöl exportiert.

 

Karte von Sarawak auf BorneoTopografisch lässt sich Sarawak in drei Regionen unterteilen: die Küstenregion, das bergige Landesinnere und ein hügeliges Gebiet zwischen Küste und Bergen. An den Küsten gehen die dichten Regenwälder, die fast das ganze Land überziehen, in Sumpflandschaft über. Im tropisch feuchtheißen Klima in Äquatornähe herrscht eine Durchschnittstemperatur von 27 Grad Celsius, die auch nachts kaum abkühlt.

 

 

Frauen mit Kind in Sarawak auf BorneoEbenso vielfältig wie das ganze Land sind auch die Völkergruppen, die in Sarawak anzutreffen sind. Insgesamt leben hier 2,3 Millionen Menschen aus vierzig verschiedenen ethnischen Gruppen mit unterschiedlicher Sprache und Kultur. In den Städten haben sich in der Mehrzahl Malaien, Melanau und Chinesen angesiedelt. Die Ureinwohner Borneos, wie Iban oder Bidayuh, die den größten Teil der Bevölkerung ausmachen, leben in den ländlichen Regionen an den Flüssen im Landesinneren.

 

Im Dschungel von Sarawak auf BorneoTouristen bietet Sarawak eine enorme Vielfalt: Undurchdringliche Dschungel, die größte Höhle der Welt, eine einzigartige Flora und mehr als faszinierende Fauna, einsame Inseln und weite Strände. In den berühmten Nationalparks kann man Abenteuer noch hautnah erleben, zum Beispiel bei Fahrten mit dem Langboot durch den Regenwald, zu Besuch bei den Kopfjägern oder bei aufregenden Höhlenexpeditionen.

 

Blick auf KuchingAn den Ufern des Sarawak- Flusses, 32 Kilometer vom Meer entfernt, liegt die Hauptstadt Kuching. Hier vermischen sich Tradition und Moderne und verleihen der Stadt, deren malaiischer Name "Katze" bedeutet, einen außerordentlich reizvollen Charme. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehören das Justizgebäude, das im Jahr 1874 unter Verwendung markanter Stilelemente gebaut wurde, die chinesischen Tempel, der Tua Pek Kong Tempel und der Hong San Tempel, die Staatsmoschee von Sarawak und in jedem Fall natürlich die Astana, die Residenz der beiden letzten "Weißen Radschas von Sarawak".

 

James Brooke - Der Weiße Radscha auf BorneoÜber drei Generationen hinweg wurde Sarawak nämlich von "Weißen Radschas" beherrscht. Im Jahr 1839 bereiste der britische Abenteurer James Brooke die nördlichen Regionen von Borneo. Zu dieser Zeit hatte der Sultan von Brunei, der damals das Land unter seiner Obhut hatte, erhebliche Schwierigkeiten mit aufständischen Rebellen. Brook schlug sich auf die Seite des Sultans, die Widerständler wurden siegreich niedergeschlagen. Zum Dank ernannte der Sultan 1841 den Engländer Brooke zum Radscha von Sarawak. Und diese Lehnherrschaft blieb der Familie Brooke über drei Generationen erhalten, bis im Jahr 1946 Charles Vyner Brooke als letzter der "Weißen Radschas" die Herrschaft an die Briten übergab.

 

 

Flusslandschaft bei Kuching auf BorneoInsgesamt umfasst Sarawak eine Fläche von rund 125.000 Quadratkilometer. Wegen der weitläufigen Gebiete mit undurchdringlichem Regenwald sind manche Regionen nur mit Flugzeugen oder Hubschraubern erreichbar. Da ganz Sarawak von Dschungelflüssen durchzogen ist, erfolgt ein Großteil des Inlandsverkehrs über Boote. Die wichtigsten Orte sind allerdings auch auf ausgebauten Landstraßen über Buslinien zu erreichen.

 

 

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Aktualisiert ( Freitag, 18. Juli 2008 um 11:24 )
 
 

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