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Umweltverträglicher Tourismus |
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Mittwoch, 15. April 2009 um 12:03 |
Fallstudien zur Entwicklung und Umsetzung sanfter TourismuskonzepteDer Touristikmarkt gilt weltweit als der Wachstumsmarkt schlechthin. Seit Jahrzehnten wachsen nicht nur in Deutschland die Teilnehmerzahlen, die Umsätze und die Gewinne deutscher Tourismusunternehmen mit oftmals zweistelligen Wachstumsraten, und es schien lange Zeit, als sei dem Touristikmarkt ein Wachstum ohne Grenzen beschert. »Augen zu und durch« lautete während dieser Zeit die Expansionsdevise vieler Unternehmen und Tourismusregionen. Seit einigen Jahren deuten jedoch schwache Signale auf ein Ende dieses für Touristikunternehmen erfreulichen Trends hin. Auch für viele nationale Ökonomien käme das Ausbleiben von Touristen einer Katastrophe gleich. Daher ist zu erwarten, daß die Tourismusindustrie auch in Zukunft wirtschaftlich wie politisch für die westlichen Nationen an Gewicht gewinnen wird. Wenngleich die wirtschaftlichen, insbesondere arbeitsmarktpolitischen Chancen des Tourismus nicht zu negieren sind, befürchten viele Tourismuskritiker jedoch, daß letztlich die vielfach erst langfristig erkennbaren negativen Konsequenzen eines »harten« Tourismus überwiegen.
Als solche sind zu nennen: Ökonomische und sozio-kulturelle Probleme: - Es entstehen vielfach nur Saisonarbeitsplätze; auf Einheimische entfallen nur die weniger qualifizierten Tätigkeiten; dispositive Aufgaben werden von zugereisten Ortsfremden übernommen.
- Es kommt zu touristischen Monostrukturen, die zu gefährlichen, da einseitigen Abhängigkeiten führen.
- Tourismusinduzierte Inflation: Das Preisniveau in den Tourismuszentren erhöht sich, so daß viele Güter für Einheimische, die nicht an der durch den Tourismus ausgelösten Einkommensentwicklung teilhaben können, unerschwinglich werden. Grundstücks- und Immobilienpreise steigen rapide an.
- Förderung von Landflucht: Insbesondere Jugendliche wandern aus agrarischem Hinterland in die touristischen Zentren ab.
- Förderung von Landflucht: Insbesondere Jugendliche wandern aus agrarischem Hinterland in die touristischen Zentren ab.
- Die Oberflächlichkeit der touristischen Begegnung führt - insbesondere in Entwicklungsländern - zur Verfestigung von Vorurteilen. (andersseitig.de)
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Aktualisiert ( Mittwoch, 15. April 2009 um 12:16 )
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