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1) Die Flughäfen in Bangkok werden seit dem 3. Dezember nicht mehr von Demonstranten blockiert. Die Besetzung ist beendet. Die Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften bemühen sich mit Hochdruck um eine möglichst schnelle Wiederherstellung des normalen Flugbetriebs. Mit einer vollständigen Normalisierung ist bis Ende nächster Woche zu rechnen. Thai Airways wird einzelne Flüge bereits ab dem 4. Dezember vom internationalen Flughafen aus aufnehmen.
Die weitere Entwicklung der innenpolitischen Lage ist auch nach dem Amtsverlust von Premierminister Somchai vom 2. Dezember. Zurzeit ist eine nur geschäftsführende Regierung im Amt. Mit dem Versuch einer Regierungsneubildung wird am 8. Dezember begonnen. Die Regierungsgegner kündigen dagegen schon jetzt Widerstand an, sollten erneut Personen ins Amt gewählt werden, die dem früheren Ministerpräsidenten Thaksin nahestehen. Dessen Gruppierungen wiederum unterstreichen ihren Willen, weiter die Regierungsgeschäfte zu führen. In diesem ungeklärten Konflikt sind erneute, auch gewaltsame, Konfrontationen nicht auszuschließen. Es gilt weiter die dringende Empfehlung, Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden, auch um sich nicht dem Risiko eventueller Sprengstoffanschläge auszusetzen. Andere Flughäfen in Thailand (insbesondere Phuket, U-Tapao und Chiang Mai) sind aufgrund der 8-tägigen Schließung der Flughäfen in Bangkok nach wie vor stark überlastet. Sie dienen weiter als Ausweichflughäfen ohne ausreichende technische Einrichtungen für internationale zivile Flüge. Lufthansa-Flüge werden weiter ab/von Phuket aus abgefertigt. Dies bedeutet eine nicht unerhebliche Belastung für Fluggäste von/nach Bangkok wegen der fast 10-stündigen An- und Abfahrt. Auskünfte zu aktuellen Ein- und Ausreisemöglichkeiten erteilen ihnen die Reiseveranstalter sowie die Fluggesellschaften unter folgenden Telefonnummern. Aus Deutschland muss die Vorwahl 0066 hinzugefügt und statt der 02 nur eine 2 gewählt werden, also z.B. 0066-2-267-0873. Austrian Airlines: 02-267-0873 bis -0875 Emirates: 02-664-1040, 02-664-1042 bis -1044 Etihad Airways: 02-253-0099 Lufthansa: 02-134-2210, 02-264-2400, 02-264-2407, 02-264-2490 LTU: 02-267-1202 Qantas: 02-627-1701 SAS: 02-645-8200 Thai Airways: 02-356-1111, 02-545-3181, 02-769-1234 Turkish Airlines: 02-231-0300 bis -0307 Zusätzliche Informationen zu Kontaktmöglichkeiten und Vorgehensweisen dieser und weiterer Fluggesellschaften werden von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bangkok unmittelbar auf der dortigen Internetseite www.bangkok.diplo.de bereitgestellt und in kurzen Zeitabständen aktualisiert. Das thailändische Tourismusministerium bietet Reisenden, die ab dem 25.11. ab Bangkok nicht mehr abfliegen konnten, kostenlose Unterkunft und Verpflegung in ausgewählten Hotels an. Weitere Informationen sind unter: 02-281-9496 (Thai Hotel Association) und 02-356-0720 (Call-Center des Tourismusministeriums) erhältlich. Nur von Thailand aus kann man das Tourismusministerium zusätzlich unter der Nummer *1672 (Sterntaste und dann 1672) erreichen. Diese Maßnahme wird voraussichtlich ab dem 5.12. eingestellt. Auch hierzu werden weitere Informationen, insbesondere die Liste der teilnehmenden Hotels, von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bangkok unmittelbar auf der dortigen Internetseite www.bangkok.diplo.de bereitgestellt und aktualisiert. Sollte finanzielle Hilfe aus Deutschland benötigt werden, stehen unter folgendem Link der Deutschen Botschaft in Bangkok Informationen bereit: http://www.bangkok.diplo.de/Vertretung/bangkok/de/04/Hilfe__in__Notfaellen/Hilfe__in__Notfaellen.html Für weitere Informationen kann die Botschaft unter der Rufnummer 02-287-9000 erreicht werden. Das Auswärtige Amt wird diese Reisehinweise aktualisieren, sobald neue Informationen zur Situation vorliegen. 2) Der Konflikt an der thailändisch-kambodschanischen Grenze bei Preah Vihear (Kambodscha) hat sich am 15.10.2008 erneut zugespitzt. Daher sollte derzeit von Reisen in die Grenzregion zu Kambodscha, insbesondere nach Preah Vihear und Umgebung und zu den anderen in diesem Bereich befindlichen Tempelanlagen abgesehen werden. Terrorismus Für Thailand muss weiterhin von einer erhöhten Gefahr terroristischer Attentate ausgegangen werden. Ziel dieser Attentate dürften in erster Linie Einrichtungen der thailändischen Sicherheitskräfte, allgemein des thailändischen Staates oder belebte Plätze sein. Aber auch beliebte Tourismusziele und Urlaubszentren, die Verkehrsinfrastruktur (z.B. Flughäfen) sowie große Einkaufszentren können davon nicht ausgeschlossen werden, insbesondere weil mehrere Terrorgruppen Anschläge auch gegen touristische Reiseziele angedroht hatten. Seit Anfang 2004 verüben radikale Angehörige der muslimischen Bevölkerungsminderheit in den südlichen Grenzprovinzen zu Malaysia fast täglich Anschläge gegen staatliche Einrichtungen, worauf die thailändischen Sicherheitskräfte mit Härte reagierten. Nach einer Anschlagsserie in der Stadt Yala im Sommer 2005 erklärte die thailändische Regierung den "besonderen Notstand" für die drei südthailändischen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani. Im September 2006 kamen bei 6 koordinierten Bombenanschlägen im Zentrum der Stadt Hat Yai (Provinz Songkhla) 4 Menschen ums Leben. Darunter befand sich auch erstmals ein kanadischer Staatsangehöriger. Am 15.03.2008 explodierten in und vor einem auch von Ausländern häufig frequentierten Hotel in der Provinzhauptstadt Pattani Bomben, die zwei Menschen töteten und 14 weitere verletzten. Am selben Tag detonierte eine Autobombe in Yala, wobei der mutmaßliche Attentäter getötet wurde. Reisen über Land Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie die in der Nachbarschaft liegende Provinz Songhkla an der Grenze zu Malaysia, die südlichsten Provinzen Thailands, wird aufgrund der anhaltenden Unruhen dringend abgeraten. Wegen sporadischer Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Myanmar sollten Reisen an die Grenze oder in die unmittelbare Grenznähe gut vorbereitet, am besten unter sachkundiger Führung und als Gruppenreise unternommen werden. Im Grenzgebiet zu Kambodscha kann es zu Überfällen durch bewaffnete Banden kommen, die mitunter Menschenleben fordern. Gleiches wird von Trekking-Touren in entlegene nördliche Landesteile gemeldet. Bei der Benutzung von Fähr- und Ausflugsbooten, vor allem bei Fahrten auf offener See, ist angesichts oftmals mangelhafter Sicherheits- und Rettungseinrichtungen Vorsicht angezeigt. Quelle: Auswärtiges Amt Deutschland ZURÜCK |