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Aktueller Hinweis für Thailand PDF Drucken E-Mail
Montag, 06. April 2009 um 00:00

Das Parlament hat am 15. Dezember 2008 den bisherigen Oppositionsführer Abhisit Vejjahjiva zum neuen Premierminister gewählt. Hierdurch hat sich die politische Lage entspannt, auch wenn das Lager der bisherigen größten Regierungspartei und jetzigen Opposition („Redshirts“) nun seinerseits Demonstrationen durchführt. Eine verlässliche Voraussage zur Entwicklung der Sicherheitslage ist nur schwer möglich. Spontane gewaltsame Auseinandersetzungen sind nie auszuschließen. Es wird daher weiter empfohlen, vor allem in Bangkok Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden. Die Schwerpunktgebiete des Tourismus im Süden (u.a. Phuket) und Norden (u.a. Chiang Mai) blieben bisher unbeeinträchtigt von Zwischenfällen. Der normale Flugverkehr ist wiederhergestellt.

Von Reisen in die Grenzregion zu Kambodscha, insbesondere nach Preah Vihear und Umgebung und zu den anderen in diesem Bereich befindlichen Tempelanlagen, wird abgeraten, da die Grenzstreitigkeiten zwischen Thailand und Kambodscha in diesem Gebiet Anfang April 2009 auch zu Gefechten mit toten und verletzten Soldaten geführt haben. Der gesamte Bereich bleibt bis auf Weiteres militärisches Sperrgebiet.
Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala, Pattani und Songhkla sowie durch die südlichsten Provinzen Thailands wird aufgrund der anhaltenden Anschläge dringend abgeraten.

Terrorismus

In Thailand muss von einer allgemeinen Gefahr von terroristischen Attentaten ausgegangen werden. Ziel dieser Attentate dürften in erster Linie Einrichtungen des Staates, insbesondere der thailändischen Sicherheitskräfte sowie belebte Plätze sein. Konkrete Hinweise liegen derzeit nicht vor.

Seit Anfang 2004 verüben radikale Angehörige der muslimischen Bevölkerungsminderheit in den südlichen Grenzprovinzen zu Malaysia fast täglich Anschläge gegen staatliche Einrichtungen, worauf die thailändischen Sicherheitskräfte mit Härte reagierten.

Nach einer Anschlagsserie in der Stadt Yala im Sommer 2005 erklärte die thailändische Regierung den "besonderen Notstand" für die drei südthailändischen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani. Im September 2006 kamen bei sechs koordinierten Bombenanschlägen im Zentrum der Stadt Hat Yai (Provinz Songkhla) vier Menschen ums Leben. Darunter befand sich auch erstmals ein kanadischer Staatsangehöriger.

Am 15.03.2008 explodierten in einem auch von Ausländern häufig frequentierten Hotel  in der Provinzhauptstadt Pattani Bomben, die zwei Menschen töteten und 14 weitere verletzten. Am selben Tag detonierte eine Autobombe in Yala, wobei der mutmaßliche Attentäter getötet wurde.

Reisen über Land

Wegen sporadischer Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Myanmar sollten Reisen an die Grenze oder in die unmittelbare Grenznähe gut vorbereitet, am besten unter sachkundiger Führung und als Gruppenreise unternommen werden. Im Grenzgebiet zu Kambodscha kann es zu Überfällen durch bewaffnete Banden kommen, die mitunter Menschenleben fordern. Gleiches wird von Trekking-Touren in entlegene nördliche Landesteile gemeldet.

Bei der Benutzung von Fähr- und Ausflugsbooten, vor allem bei Fahrten auf offener See, ist angesichts oftmals mangelhafter Sicherheits- und Rettungseinrichtungen Vorsicht angezeigt.

 Quelle: Auswärtiges Amt Deutschland

 

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Aktualisiert ( Montag, 06. April 2009 um 15:27 )
 
 

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