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Höhenkrankheit PDF Drucken E-Mail
Freitag, 17. Oktober 2008 um 16:21

Mit Höhenkrankheit bezeichnet man einen Komplex von Symptomen, der auftreten kann, wenn Menschen sich in große Höhen über 2.000 Meter begeben. Dabei ist das Risiko bei gesunden Erwachsenen nicht allzu hoch, bei Kindern besteht etwas mehr Gefahr und Herz-Kreislauf- und Lungenkranke sollten sich nicht ohne Not in Höhen über 2.000 Metern aufhalten.

Akute und lebensbedrohliche Formen, die sich aus der Höhenkrankheit ergeben können, sind:

  • die Akute Höhenkrankheit (AMS)
  • das Höhenlungenödem (HAPE)
  • das Höhenhirnödem (HACE)
Akute Höhenkrankheit (AMS)

Sie ist häufig bei Bergwanderern auf und wird durch "höhentaktische Fehler" ausgelöst,  wie Überanstrengung und Eile beim Aufstieg, Alkohol oder zu hoher Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen. Verschlimmert werden kann der Verlauf durch Infekte und Schlafmittel. Kopfschmerz, Schwindel, Schwäche, Sehstörungen und psychiatrische Störungen wie Kritiklosigkeit, Überaktivität oder vernunftwidriges Verhalten treten als erste Symptome auf. Das Gefährliche daran ist, dass sie Auslöser von schweren Bergunfällen werden können.

Auch ohne Unfall fördert der weitere Anstieg unter Beschwerden die Verschlimmerung des Zustandes; Dann beginnt häufig die manifeste schwere Höhenkrankheit:

Höhenlungenödem (HAPE) oder Höhenhirnödem (HACE)

Wenn sich Wasser in der Lunge und/oder im Gehirn anlagert, wird die Situation lebensgefährlich. Nur eine schnelle Therapie, Sauerstoff und Medikamente, sowie ein rascher Abtransport unter 2.500 Meter können dann noch helfen. Die ersten Frühzeichen sind Kopfschmerz, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, kurze nächtliche Atemstörung, Leistungsabfall, Wasserödeme unter der Haut, Sehstörung, sowie ein um zwanzig Prozent erhöhter Herzschlag in Ruhe. Im weiteren Verlauf kommt es zu zusätzlichen Beschwerden: Rapider Leistungsabfall, konstante, schwere Kopfschmerzen, Atemnot bei Anstrengung, nächtliche Atemnot in Ruhe, schnelle Atmung, Herzjagen, Schlaflosigkeit, schwere Übelkeit, Erbrechen, trockener Husten, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel., Benommenheit, Lichtempfindlichkeit, Gang-/Stehunsicherheit, weniger als ½ l Urinausscheidung pro 24 Stunden. Höchste Alarmstufe besteht bei Bewusstlosigkeit, "Verrücktheit", Atemnot in Ruhe, schwerer Husten mit braunem Auswurf, Bewegungsstörungen, Druck auf der Brust und rasselnde Atmung.

Wichtig ist, dass die Zeichen einer Höhenkrankheit frühzeitig erkannt und ernst genommen werden. Auf keinen Fall darf weiter aufgestiegen werden, bis eine vollständige Besserung eingetreten ist. Sollten die Symptome durch nicht durch Rast oder Ruhelage verschwinden, muss in jedem Fall ein zügiger Abstieg unter 2.500 Meter erfolgen.

 

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Aktualisiert ( Freitag, 17. Oktober 2008 um 16:25 )
 
 

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