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Durch den zunehmenden Reiseverkehr gewinnt die Infektionskrankheit Malaria immer mehr an Bedeutung. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO erkranken jährlich etwa 300 bis 500 Menschen an dieser Tropenkrankheit. Übertragen wird Malaria durch den Stich einer weiblichen Stechmücke (Moskito) der Gattung Anopheles. Symptome sind hohes, wiederkehrendes bis periodisches Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Krämpfe. Je nach Krankheitsverlauf unterscheidet man zwischen der Malaria tropica, der Malaria tertiana und der Malaria quartana, wobei die Malaria tropica die gefährlichste von allen ist. Anhand der Symptome und einer mikroskopischen Untersuchung des Bluts wird die Diagnose erstellt. Entscheidung für die Heilung ist die Früherkennung der Krankheit. Wird die Erkrankung zu spät erkennt, kann sie zum Tod führen.
Deshalb sollte man, wenn nach einem Tropenaufenthalt Fieber auftritt, - auch wenn es erst Monate später ist -, immer an Malaria denken und sofort einen Arzt aufsuchen. Neben Fieber kann sich die Malaria jedoch auch durch andere Erscheinungsformen äußern, zum Beispiel durch Appetitlosigkeit, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Übelkeit, Erbrechen, Glieder- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und psychische Auffälligkeiten. Alle diese und ähnliche Alarmzeichen sollten deshalb nach einem Tropenaufenthalt unbedingt genauestens untersucht werden.
Durch konsequente Anwendung einiger Verhaltensmaßnahmen kann man die Gefahr einer Malaria-Infektion erheblich eindämpfen. Dazu gehören
- Tragen von heller Kleidung, die den gesamten Körper bedeckt
- In Räumen übernachten, deren Fenster und Türen mit Mückenschutzgitter versehen sind oder Türen und Fenster nachts geschlossen halten
- Unter einem Moskitonetz schlafen, dass das Bett vollständig umhüllt und unter der Matratze eingeschlagen wird. Man muss zusätzlich darauf achten, dass das Netz während des Schlafens von keinem Körperteil berührt wird. Da die Steckmücke ihre Hauptaktivität während der Dunkelheit entfaltet, sollte das Moskitonetz vor Sonnenuntergang aufgebaut werden
- Den Körper mit Insektenschutzmittel einreiben. Denken Sie daran, dass der Schutz durch Schwitzen nach zwei bis drei Stunden verloren geht
Gegen Malaria gibt es derzeit noch keine Impfung. Deshalb ist eine zusätzliche medikamentöse Malaria-Prophylaxe empfehlenswert. Mit der Einnahme der Tabletten sollte bereits eine Woche vor der Abreise begonnen werden. Wichtig ist, die Antimalariamittel mit strikter Regelmäßigkeit einzunehmen, da sonst der schützende Effekt unterbrochen wird. Auch nach der Rückkehr muss die Prophylaxe noch sechs Wochen lang fortgesetzt werden. Lassen Sie sich vom Arzt beraten, welches Mittel und welche Dosierung für Sie am besten geeignet sind.
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