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Reiseübelkeit PDF Drucken E-Mail
Freitag, 18. September 2009 um 10:04

Millionen von Menschen starten alljährlich in den heißersehnten und wohlverdienten Sommerurlaub. Doch mit dem Kofferpacken allein ist es nicht getan, wenn man in die Ferien fährt. Da bedarf es noch vieler anderer Vorbereitungen. Dazu gehören: die nötigen Impfungen, das Besorgen gültiger Pässe, die Bestätigung der Hotelbuchung am Urlaubsziel, genügend Geld mitnehmen...

Über diesem Stress vergessen viele etwas, das einem gründlich die Urlaubsfreude vermiesen kann. Es ist die Reisekrankheit.

Seitdem der Mensch sich von einem Ort zum anderen bewegt und dabei längere Zeit unterwegs sein muss, gibt es auch die Reiseübelkeit. Und das sind ihre typischen Symptome: Anfangs ein flaues Gefühl im Magen, verstärkter Speichelfluss, häufiges Gähnen, Schwindelanfälle, Erbrechen, kalter Schweiß, beschleunigter Puls, Aufstoßen, Beklemmungserscheinungen, Atemnot und Kreislaufkollaps. Lärm, Stress und Nervosität verstärken die Reisekrankheit. Seelisch nicht ausgeglichene Menschen und solche, die an Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen leiden, sind besonders gefährdet.

Erfahrungsgemäß tritt die Unpässlichkeit auf der Reise ganz plötzlich auf und hört - wenn sie nicht behandelt wird - erst wieder am Ende der Reise auf. Wer Angst vor der Reisekrankheit hat, der bekommt sie ganz sicher. Außerdem haben medizinische Untersuchungen ergeben: Die Reisekrankheit ist "ansteckend". Wenn einer in einer Reisegesellschaft davon befallen wird, folgen rasch etliche nach. Dahinter steckt ein psychologischer Effekt.

Wenn Sie also die Ferien und den Weg hin und zurück ungetrübt genießen wollen, dann müssen Sie etwas gegen die Reisekrankheit tun. Sehr empfehlenswert sind vorbeugende Maßnahmen: Beim Autofahren sind unebene, schlechte Straßen und schnell gefahrene Kurven zu vermeiden. Am wenigsten von der Reisekrankheit betroffen ist der Lenker. Der sicherste Mitfahrersitz gegen das Problem ist der Platz neben dem Lenker. Lockere, bequeme Kleidung und Pausen mit Atemübungen beugen der Reisekrankheit vor. Im Bus sitzt man auf den vordersten Plätzen am besten. Dort schaukelt es weniger. In der Bahn ist es sinnvoll, auf weiteren Strecken einen Platz mit Blick in die Fahrtrichtung zu wählen.

Wer bei Flugreisen der Reisekrankheit vorbeugen möchte, der sollte einen Platz im Mittelgang in der Mitte der Maschine wählen. Kleidung lockern, Schuhe ausziehen und Beine von sich strecken.

Auf Schiffskreuzfahrten, wo die Reisekrankheit als Seekrankheit ganz besonders massiv auftritt, sollte man wissen: Ganz vorne im und auf dem Schiff wird einem am schnellsten übel. Am ruhigsten sind Kabinen und Aufenthaltsräume in der Mitte und im Bauch des Schiffes. Oben schaukelt es am stärksten.

Und das sollten Sie bereits vor Antritt einer Reise beachten, um der Reisekrankheit vorzubeugen: Meiden Sie 24 Stunden vor dem Verlassen Ihrer Wohnung Alkohol, Nikotin, starken Bohnenkaffee und scharfe Gewürze. Essen Sie nichts Fettes, nichts Schweres, vor allem keine blähenden Speisen. Greifen Sie besser zu frischem Obst, rohem Gemüse, Vollkornbrot und Milchprodukten. Kauen Sie rohe Petersilie. Trinken Sie Mineralwasser, Kamillen- oder Pfefferminztee.

Sie müssen aber auch wissen, wie Sie konkret die Reisekrankheit bekämpfen. Ihr Apotheker hat spezielle Tabletten und Bonbons, die der Reisekrankheit vorbeugen. Man muss sie ein bis zwei Stunden vor Reiseantritt zu sich nehmen. Manche Menschen bevorzugen so genannte Reisekaugummidragees, die man erst bei ersten Anzeichen von Übelkeit kaut. Die Wirkung tritt binnen 2 bis 5 Minuten ein. Nach 10 Minuten kann man den Kaugummi entfernen.

Quelle: Sanumvitalis GmbH & Co. KG

 

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