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Brasilien – Land der Gegensätze PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 19. August 2008 um 11:18
Herrliche Traumstrände, moderne Metropolen, Slums in den Außenbezirken der Großstädte und unberührte Naturlandschaften im Dschungel des Amazonas...

Karte von BrasilienIn Bezug auf Fläche und Bevölkerungsdichte ist Brasilien der fünftgrößte Staat der Erde. Auf 8.514.215 Quadtratkilometer leben mehr als 188 Millionen Menschen. Fast alle, neunzig Prozent, konzentrieren sich in den großen Städten an der Ost- und Südküste. Fast unbesiedelt sind dagegen die Bergregionen und Gebiete rund um den Amazonas. Der tropische Regenwald im Amazonasgebiet ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde.

 

 

 

 

Der Regenwald im Amaonasgebiet - BrasilienBrasilien - ein Land der Gegensätze. Auf der einen Seite gehört der Staat zu den führenden Industrienationen und gleichzeitig gibt es in den Urwäldern noch immer unerforschte Gebiete. Während einige wenige Menschen über großen Reichtum verfügen, leben andere in schlimmster Armut unter dem Existenzminimum. Gleichzeitig ist Brasilien ein Land der Superlative. Hier gibt es die längste Küste der Erde, den größten Regenwald, die größten Wasserfälle und das größte Sumpfgebiet…

 

 

 

Dschungel am Amazonas - BrasilienDas riesige Land Brasilien nimmt 47 Prozent des gesamten südamerikanischen Kontinents ein. Die Klimapalette reicht vom tropischen Amazonien bis zum kühleren Süden, wo sich vier Jahreszeiten abwechseln. Eine üppige Pflanzen- und Tierwelt breitet sich im Amazonasbecken, das auch heute noch in weiten Teilen unerforscht ist, aus. Abseits der großen Flüsse, in den dichten Urwäldern, leben noch immer Indianerstämme wie in der Steinzeit. Im Gegensatz zu den menschenleeren Gebieten mit unberührter Natur ballt sich die Bevölkerungsdichte in den großen Städten an der Ost- und Südküste immer mehr zusammen.

 

 

Die Copacabana in Rio de Janeiro - BrasilienWas wäre eine Reise nach Brasilien ohne einen Aufenthalt in einer der "schönsten Städte der Welt": Rio de Janeiro. Die legendären Strände Copacabana und Ipanema, die herrlich angelegten Parks und Alleen mitten im Häusermeer, umgeben von den aus der Stadt herauswachsenden Bergen, bilden ein einzigartiges landschaftliches Panaroma, dass nur durch die beschwingte Heiterkeit und Anmut der Bewohner übertroffen wird.

 

 

 

Der Zuckerhut in Rio de Janeiro - BrasilienEines der beliebsteten Wahrzeichen von Rio de Janeiro ist der Zuckerhut (Pão de Açúcar), ein 390 Meter hoher Granitblock, der auf einer vorgelagerten Halbinsel in der Guanabara-Bucht südlich des Stadtzentrums liegt. Den Gipfel erreicht man über eine Seilbahn, die täglich zwischen 8.00 Uhr und 22.00 Uhr verkehrt. Von oben genießt man eine fantastische Aussicht über die Stadt, die Bucht, die Strände und zum zweiten berühmten Wahrzeichen von Rio, der Christusfigur (Monumento Cristo Redentor) auf dem Berg Corcovado im Südwesten des Stadtzentrums.

 

 

 

 

Christusstatue in Rio de Janeiro - BrasilienDie Figur selbst, die auf einem acht Meter hohen Sockel steht, misst eine Höhe von dreißig Meter und ihr Gesamtgewicht beträgt 1.145 Tonnen. Man kann das Monument mit einer Zahnradbahn, einer Buslinie oder mit einem privaten Fahrer erreichen. Von oben bietet sich, insbesondere bei klarer Sicht und in den Abendstunden, ein sensationeller Ausblick auf die Stadt. Zur besseren Orientierung gibt es eine Hinweistafel, auf der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gekennzeichnet sind.

 

 

 

 

 

Blick auf die Favelas in Rio de JaneiroBekannter Maßen hat die Großstadt Rio de Janeiro, ebenso wie andere Metropolen in Brasilien, auch ihre Schattenseiten. Durch den immerwährenden Zuzug arbeitsloser und armer Menschen, - 2007 wurden mehr als 11,5 Millionen Einwohner registriert -, entstanden Slums in den Außenbezirken, die so genannten Favelas. Hier leben die Menschen in Elendsvierteln weit unter dem Existenzminimum, was eine stetig ansteigende Kriminalitätsrate nach sich zieht.

 

 

Kongresspalast in Brasilia - BrasilienBis 1960 war Rio de Janeiro Hauptstadt von Brasilien, dann wurde das künstlich nach Plänen von Lúcio Costa geschaffene Brasilia als neue Hauptstadt eingeweiht. Bei Baubeginn im Jahr 1956 lag die heutige, "modernste Hauptstadt der Erde" noch in einer Gegend weitab jeglicher Zivilisation. In den letzten Jahren erlebte die Region eine rasante Entwicklung. Grünflächen, funktionelle Versorgungseinrichtungen und eine ausgezeichnete Infrastruktur sorgen für einen verhältnismäßig hohen Lebensstandard. In den Vorstädten herrscht allerdings auch hier hohe Arbeitslosigkeit.

 

Straße in Sao Paulo - BrasilienGrößte Stadt und zugleich wirtschaftlicher Motor Brasiliens ist São Paulo. Innerhalb der letzten vierzig Jahre hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt, da das industrielle Zentrum immer mehr Einwanderer anzieht. Im Hinblick auf Finanzen, Kultur und Wissenschaft nimmt São Paulo eine Vorrangstellung ein. Aber leider hier existieren auch hier Verkehrschaos, Smok und eine hohe Kriminalitätsrate.

 

 

 

Salvador de Bahia - BrasilienMit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten, den Antiquitätenläden, in denen alte Silberarbeiten oftmals zu günstigen Preisen angeboten werden, der dunkelhäutigen Bevölkerung mit ihrer reichen, folkloristischen Tradition und, nicht zu vergessen, der äußerst schmackhaften afrikanisch-portugiesischen Küche hat sich Salvador da Bahia zu  eine der beliebtesten Touristenstädte in Brasilien entwickelt. Vor allem die vielen, vielen Kirchen in der Stadt begeistern die Besucher. In einer Samba heißt es, in Bahia gäbe es 365 Kirchen, also für jeden Tag des Jahres eine. Nun, ganz so viele sind es wohl nicht, aber jede einzelne unterscheidet sich von der anderen und bildet ein Kunstwerk für sich.

 

 

Sonnenuntergang am Rio Negro - BrasilienAbenteuerlustige und Naturbegeisterte sollten auf jeden Fall eine Tour in den Dschungel von Amazonien, dem größten feuchttropischen Urwaldgebiet der Erde, unternehmen. Rund 1.800 Vogelarten, 250 unterschiedliche Säugetiere und 1.500 Fischarten sind in der üppigen Dschungelwelt unter dem dunklen Blätterwald der gigantischen Baumriesen heimisch. Noch immer sind hier die "grünen Lungen" der Welt, auch wenn durch Abholzung und Raubbau immer größere Gebiete zerstört werden. Bis zum Jahr 2030 droht der Verlust von mindestens zwanzig Prozent der Gesamtfläche des Regenwalds am Amazonas.

 

 

Alles in allem, eine Reise nach Brasilien ist in jedem Fall lohnenswert. Das riesige Land bietet für jeden Geschmack etwas, traumhafte Sandstrände, Kultur, Abenteuer und Vergnügen. Und nicht zuletzt die außerordentliche Gastfreundschaft und heitere Lebensfreude der Menschen begeistern jeden Besucher.

 

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Aktualisiert ( Freitag, 12. September 2008 um 16:16 )
 
 

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