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Bolivien – Geheimtipp in Südamerika PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 21. Oktober 2008 um 14:47
Bolivien - Land der Superlative: die höchste Großstadt der Welt: La Paz, der größte Süßwassersee Südamerikas: der Titicacasee und die größte Salzwüste der Erde: die Salar de Uyuni.

Karte von BolivienBolivien liegt im Zentrum von Südamerika. Im Norden und Osten grenzt das Land an Brasilien, im Süden an Paraguay und Argentinien, im Westen an Chile und Peru. Einen Zugang zum Meer gibt es nicht. Die Hauptstadt von Bolivien ist Sucre, der Regierungssitz liegt allerdings in La Paz.

 

 

 

 

 

Satellitenbild BolivienBolivien ist von den Anden geprägt, die das Land in drei unterschiedliche geographische Zonen teilen: das alpine Hochgebirge und semi-aride Altiplano, im Westen die semi-tropischen Yungas und die klimatisch gemäßigten Täler auf der Ostseite des Gebirges und das tropische Tiefland im Osten. Die Anden verlaufen in zwei großen parallelen Ketten, den Kordilleren, in Nord-Südrichtung durch das Land. Entlang der Grenze zu Peru und Chile verläuft die Westkordillere, die Ostkordillere erstreckt sich von Peru bis Argentinien. Dazwischen liegt das zentrale Hochland, das 3.000 bis 4.000 Meter hohe Altiplano. Obwohl es nur ein Drittel der gesamten Fläche des Landes ausmacht, leben hier die meisten Bolivianer. Mitten im Altiplano liegt der größte See Südamerikas, der Titicacasee. Durch den höchsten schiffbaren See der Erde verläuft die Grenze zwischen Bolivien und dem Nachbarstaat Peru.

 

Die Anden in BolivienObwohl Bolivien eigentlich an Bodenschätzen reich gesegnet ist, gehört es zu den ärmsten Ländern Südamerikas. Das führt leider zu erhöhter Kriminalität und häufigen politischen Unruhen. Dennoch bleibt Bolivien wegen seiner faszinierenden Bergwelt, der landschaftlichen Schönheit und Vielfalt der Kulturen ein faszinierendes Reiseziel. Allerdings ist der Anteil der ausländischen Besucher, die ins Land kommen, noch immer vergleichsweise gering. Massentourismus wird man in Bolivien deshalb kaum begegnen.

 

 

Panoramablick auf Sucre in BolivienIm zentralen Südteil des Landes, relativ abgelegen in einer hügeligen Landschaft, liegt Sucre, die konstitutionelle Hauptstadt Boliviens und Sitz des Obersten Gerichtshof. Zur besseren Verkehrsanbindung wurde zwischen La Paz und Sucre eine Schnellstaße gebaut. Außerdem ist die Verbindung mit anderen größeren Städten des Landes durch einen Flughafen garantiert. Mit seinen roten Dächern, weißen Kirchen und engen Gassen vermittelt Sucre auch heute noch den Charakter einer gepflegten, spanischen Kolonialstadt. Wegen ihres einzigartigen Flairs und ihrer bestens erhaltenen Kolonialbauten wurde Sucre 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit deklariert.

 

Zentrum La Paz in BolivienGanz anders zeigt sich La Paz, die bedeutendste Metropole in Bolivien. Wolkenkratzer, Leuchtreklamen und dichtes Verkehrsgewühl prägen das Bild einer modernen Großstadt. Hier ist das kulturelle Zentrum des Landes, Sitz der Regierung und der Ministerien, sowie Standort zahlreicher Schulen und Universitäten. Der Stadtkern liegt auf 3.600 Meter Höhe, eingebettet im gewaltigen Canyon des Río Chokeyapu. Rund 500 Meter weiter oberhalb breitet sich auf einer Hochebene westlich von La Paz die Trabantenstadt El Alto aus. Hier befindet sich auch der Flughafen. Im Südosten erhebt sich der gewaltige, schneebedeckte Illimani. Mit bis zu 6.882 Meter Höhe ist es der zweitgrößte Berg der Cordillera Real, die sich bis zum nordöstlichen Ufer des Titicacasees hinzieht.

 

Cristo de la Concordia in Cochabamba - BolivienEtwa 220 Kilometer südöstlich von La Paz liegt Cochabamba, die wegen ihrer zahlreichen Parks und Gärten auch als Ciudad Jardín (Gartenstadt) bezeichnet wird. Trotz der Höhe von rund 2.500 Meter herrscht hier ein mildes, sonniges Klima mit mittleren Temperaturen von 18 Crad Celsius. Besonders stolz sind die Einwohner auf ihre Christusfigur Cristo de la Concordia. Sie ist zwei Meter höher als die von Rio de Janeiro und die höchste Christusstatue der Welt. Von oben bietet sich ein großartiger Ausblick über das Häusermeer, die Grünanlagen, die Berge im Hintergrund und die Lagune Alalay. Hinauf gelangt man mit der Seilbahn, dem Taxi oder zu Fuß.

 

 

 

Panoramblick Santa Cruz - BolivienAn den Ostausläufern der Anden, am Rande des tropischen Tieflands liegt die mit mehr 1,5 Millionen Einwohnern größte Stadt Boliviens, Santa Cruz. Nachdem die Stadt in den 50iger Jahres des letzten Jahrhunderts an das Straßennetz angebunden und die umfangreichen Öl- und Gasvorkommen der Region erschlossen wurden, erlebte Santa Cruz einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Damit verbunden ist ein ständiges Wachstum. Die aufblühende Landwirtschaft in der Region und die Erdgasvorkommen in der Umgebung haben Santa Cruz zu einer wirtschaftlich dynamischen und wohlhabenden Stadt gemacht. Das spiegelt sich auch in der modernen Architektur wieder.

 

Salzsee Salar de Uyuni - BolivienWer nach Bolivien reist, sollte auf keinen Fall versäumen, die gewaltigste Salzwüste der Erde zu besuchen, die Salar de Uyuni. Ohne Sonnenbrille läuft man Gefahr, vom gleißenden Licht der Hochlandsonne, die die weißen Salzkristalle reflektiert, geblendet zu werden. Der größte Salzsee der Erde breitet sich in 3.600 Meter Höhe auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratkilometer aus. Inseln mit versteinerten Algen zeugen davon, dass hier einst ein Binnenmeer war. Von Ende Juni bis zu Beginn der Regenzeit kann die bis zu meterdicke Salzkruste mit Ausnahme der schlammigen Uferzone und einigen Wasserstellen selbst von Bussen und LKWs befahren werden. Im Rest des Jahres ist es möglich, dass sich Wasser über der Salzkruste ansammelt. Geländewagen können jedoch meist ohne größere Probleme passieren.

 

Der Titicacasee in BolivienUnd dann ist dann natürlich noch der größte Süßwassersee Südamerikas, der Titicacasee. Um den höchsten schiffbaren See der Erde, - er liegt auf fast 4.000 Meter über Normalnull -, ranken sich uralte Legenden und Geheimnisse. Hier soll einst die Inka-Dynastie entstanden sein. Zeugnisse davon geben noch heute die beiden Eilande Isla del Sol und Isla de la Luna. Etwa zwei Drittel des fast 8.300 Quadratmeter großen Sees gehören zu Peru, der südliche Teil zu Bolivien. Besuchern bietet sich ein traumhafter Anblick: das tiefblaue Wasser des Sees mit seinen Inseln und dem endlosen Horizont, der weite Himmel und die Anden.

 

Bolivien ist einfach ein faszinierendes Land und immer noch ein Geheimtipp unter den Fernreisezielen.

 

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Aktualisiert ( Dienstag, 21. Oktober 2008 um 15:38 )
 
 

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