In Guatemala profitieren Mayas künftig vom Tourismus Guatemala hat das Programm „Pueblos Mayas“ ins Leben gerufen, das die indianische Bevölkerung in die touristische Nutzung ihres Landes einbezieht.
Ziel ist es, Touristen für die lebendige Maya-Kultur zu begeistern und der indianischen Bevölkerung die Verantwortung für den Fremdenverkehr in ihrem Lebensraum zu übertragen. Das Institut für Tourismus „Instituto Guatemalteco de Turismo” (INGUAT), die Tourismuskammer “Cámara de Turismo de Guatemala” (CAMTUR) und die Interamerikanische Entwicklungshilfe-Bank “Banco Interamericano de Desarrollo (BID)” finanzieren das Ethnotourismus-Projekt, das im Januar 2009 gegründet wurde. „Die Maya-Kultur in Guatemala besteht aus weit mehr als nur Ruinen und prähispanischen Gebäuden. Es ist eine Kultur, die lebt, die über Kenntnisse verfügt und eine besondere Weltanschauung beinhaltet, die man an keinem anderen Ort der Welt kennenlernen kann“, sagte Julio Orozco, der Koordinator des Entwicklungsprojektes am Vorabend der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) von Berlin. “Wir werden ganz besonders darauf achten, dass der Tourismus den Mayas als Gastgeber der Besucher zugute kommt.” Die Besucher der “Pueblos Mayas” könnten dabei “den Alltag der Maya-Kultur kennenlernen und im direkten Austausch mit der Bevölkerung eine Wertschätzung für die indigene Kultur Zentralamerikas entwickeln”, so Orozco weiter.
Die Touristen können zwischen drei verschiedenen Routen wählen, die sie durch das Gebiet der Maya führen. Der “Weg des Maya-Kalenders”, führt durch das Hochland im Zentrum Guatemalas, “Der Weg der Dualität” und “Der Weg des Maya-Universums” durch die westlichen Anhöhen. Die Mayas bieten den Touristen in ihren Dörfern Unterkünfte und Verpflegung an, stellen in Informationszentren ihre Lebenssituation vor, präsentieren ihre Fertigkeiten im Kunsthandwerk und erklären den Besuchern in den alten Maya-Tempelanlagen die Lebensweise und Spiritualität ihrer Vorfahren. Über alle Angebote informieren auf das Projekt zugeschnittene Reiseführer.
Guatemala hat 13 Millionen Einwohner. 5,2 Millionen Guatemalteken zählen zur indigenen Bevölkerung. Die Maya-Bevölkerung teilt sich auf 22 Gruppen auf, die jeweils ihre eigene Sprache sprechen. Im Jahr 2007 besuchten das Land nach Angaben der „World Tourism Organisation“ (WTO), der Tourismus-Organisation der Vereinten Nationen, 1,44 Millionen
Quelle: CATA (Central American Tourism Agency) ZURÜCK
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