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Die Aktivität des Vulkans Reventador (ca. 90 km Luftlinie östlich von Quito) wird vom Geophysischen Institut der „Escuela Polítecnica Nacional“ als HOCH eingestuft. Auf mögliche Evakuierungen und Behinderungen des Reiseverkehrs (auch durch kurzfristige Sperrungen der Flughäfen Guayaquil und Quito) wird hingewiesen. Reisende sollten sich daher stets zeitnah über die aktuelle Lage informieren. Informationen in spanischer Sprache können auf der Internetseite http://www.igepn.edu.ec/index.html abgerufen werden. Reisen über Land Allgemein wird die Sicherheitslage im Grenzgebiet zu Kolumbien, v.a. in der Provinz Sucumbíos, durch Entführungen und Aktivitäten bewaffneter Gruppen beeinträchtigt. Auch wenn in letzter Zeit keine Entführungen oder sonstige gravierende Übergriffe gegen Touristen bekannt geworden sind, ist vor Reisen, beispielsweise in die Urwaldlodges im Amazonasgebiet, mit den Reiseveranstaltern die aktuelle Sicherheitslage abzuklären. Auch bei Überlandfahrten in den Provinzen Esmeraldas, Orellana und Napo sowie bei Besuchen der Küstengegend in und um die Stadt Esmeraldas ist wegen des gestiegenen Risikos von Überfällen erhöhte Vorsicht geboten. Ecuador weist eine der höchsten Unfallraten Lateinamerikas auf. Insbesondere Reisebusse sind häufig in schwere Unfälle verwickelt. Bei Nacht sollten Fahrten in Überlandbussen vermieden werden. Allgemein entspricht die medizinische Betreuung in öffentlichen Krankenhäusern nicht deutschen Standards. Auch bei privaten Krankenhäusern sind erhebliche Qualitätsunterschiede zu verzeichnen. Es ist dringend zu empfehlen, trotz der angebrachten Sicherheitsbedenken stets eine Kreditkarte mit ausreichendem Limit mit sich zu führen – Privatkliniken bestehen zumeist auf einer vorherigen Bezahlung der Behandlung. Dies gilt leider, wie der kürzliche Tod einer jungen Europäerin gezeigt hat, auch in Notfällen. Bei sportlichen Aktivitäten (z.B. Bergsteigen, Rafting u.ä.) entsprechen die Sicherheitshinweise und -vorkehrungen nicht deutschen Standards. Auch in dieser Hinsicht ist es bei der Auswahl von örtlichen Reiseunternehmen sinnvoll, Sicherheitsmaßnahmen vorher abzufragen. Insbesondere Bergtouren (auch von erfahrenen Bergsteigern) sollten mit ortskundigen Führern durchgeführt werden. Kriminalität In größeren Städten, an touristischen Schwerpunkten (z.B. Ausgehviertel Mariscal Sucre in Quito) und in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt es in erheblichem und weiter steigendem Umfang zu Diebstählen und Raubüberfällen. Die Täter wenden dabei u.a. folgende Tricks an: - diverse Ablenkungsmanöver mit vorgetäuschten Pannen und Missgeschicken,
- Kreditkartenbetrug,
- „Bußgeld“-Erpressung unter Verwendung falscher Uniformen,
- Raub nach Drogenverabreichung in Form von Speisen, Getränken oder auf Prospekten/Faltblättern, die wie Werbematerial verteilt werden,
- Überfälle durch Taxifahrer in nicht registrierten Taxis, die aktiv potentielle Kunden ansprechen.
Grundsätzlich sollte auf das Gepäck gut geachtet werden. Schmuck sollte möglichst nicht getragen werden; Uhren, Kameras und Mobiltelefone sollten nicht auffällig zu sehen sein. Bei Dunkelheit sollte auch für kürzere Strecken ein registriertes Taxi benutzt werden. Auf Wanderstrecken zu beliebten Touristenzielen (insbesondere Lagune San Pablo bei Otavalo und Vulkan Pichincha via Cruz Loma) kommt es besonders häufig zu Überfällen bzw. Gewaltverbrechen. Besonders gefährdet sind Einzelreisende. Bei der Auswahl von örtlichen Reiseunternehmen sollte auf geeignete Sicherheitsvorkehrungen geachtet werden bzw. sollten solche abgefragt werden. Aufgrund der Gewaltbereitschaft der Täter sollte bei Raubüberfällen keine Gegenwehr geleistet werden. Polizei und Strafverfolgungsbehörden Die Polizei ist in Notfällen auf Spanisch rund um die Uhr unter der Telefonnummer 911 zu erreichen. In Quito können Strafanzeigen u.a. im Büro der städtischen Tourismuspolizei, welches an der Ecke der Straßen Reina Victoria und Vicente Roca im dritten Stockwerk liegt und rund um die Uhr geöffnet ist, sowie bei der „Policía Judicial“ an der Ecke der Straßen Juan León Mera und Vicente Roca aufgegeben werden. Mitzubringen ist entweder der Reisepass oder eine Kopie desselben. Die Beamten halten mehrsprachige Formulare bereit. Die Verfolgung der Straftat –v.a. in Fällen allgemeiner Kriminalität – ist nicht sichergestellt. Naturkatastrophen Ecuador liegt in einer Erdbebenzone und hat mehrere aktive Vulkane. In den letzten Jahren kam es zu Eruptionen (vorwiegend Ascheregen) verschiedener Vulkane. Insbesondere die Vulkane Tungurahua (Touristengebiet Baños), Sangay und Reventador sind derzeit vermehrt aktiv; der Vulkan Cotopaxi steht unter intensiver Beobachtung. Auf mögliche Evakuierungen und Behinderungen des Reiseverkehrs (auch durch kurzfristige Sperrungen der Flughäfen Guayaquil und Quito) wird hingewiesen. Reisende sollten sich daher stets zeitnah über die aktuelle Lage in den betroffenen Regionen informieren. Informationen in spanischer Sprache zu Erdbeben und Vulkanaktivitäten können auf der Internetseite des Instituto Geofísico – Escuela Politécnica Nacional, Quito-Ecuador abgerufen werden: http://www.igepn.edu.ec/index.html In den Wintermonaten (Januar – April) kommt es aufgrund von Regenfällen häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen, die neben der Küstenregion teilweise auch das Hochgebirge betreffen. In der Folge kann es zu starken Beschädigungen der Verkehrswege kommen, die die Reisesicherheit beeinträchtigen. Reisende sollten sich über die aktuelle Lage und Verkehrssituation durch örtliche Medien bzw. den Reiseveranstalter informieren und mit Behinderungen im Reiseverkehr rechnen. Quelle: Auswärtiges Amt Deutschland ZURÜCK
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