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Die Lage in Guatemala- Stadt hat sich nach einer Serie von Mordanschlägen gegen Busfahrer, die von Protestblockaden gefolgt waren, wieder beruhigt. Es herrscht angespannte Ruhe. Besucher sollten insbesondere die Verkehrslage aufmerksam beobachten. Die allgemeine Sicherheitslage verschlechtert sich im gesamten Land. Daher wird empfohlen, bei allen Reisen innerhalb Guatemalas erhöhte Sicherheitserwägungen (nächtliche Reisen vermeiden, nicht alleine reisen, abgelegene Strecken meiden, Vorsicht bei Geldautomaten, beim Tanken und beim Verlassen von Supermärkten, Banken und Einkaufszentren ) anzustellen. In den nächsten Wochen muss überall im Land auch mit unerwarteten gewaltsamen Auseinandersetzungen gerechnet werden. Dabei können unbeteiligte Besucher Schaden nehmen. Reisenden wird entsprechend vorsichtiges Verhalten angeraten, längere Aufenthalte bedürfen zusätzlicher Vorsorge. Zunehmend kommt es zu Fällen von Lynchjustiz sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen von Drogenbanden, insbesondere im Grenzgebiet zu Mexiko, in Alta- Verapaz (Cobán), San Marcos, Huehuetenango, Quiché, Izabal, Jutiapa, Zacapa, Escuintla und Petén. Die guatemaltekische Tourismusbehörde rät bis auf Weiteres ausdrücklich von einer Besteigung des Vulkans Tajamulco und von Reisen in die unmittelbare Umgebung dringend ab. Kriminalität Bei Reisen nach Guatemala ist erhöhte Vorsicht geboten. Guatemala hat eine der höchsten Kriminalitätsraten in Lateinamerika. Vor allem im Stadtgebiet von Guatemala-Stadt aber auch im Landesinneren kommt es täglich zu bewaffneten Überfällen, deren Opfer häufig auch Touristen sind. Die Hemmschwelle zum Einsatz exzessiver Gewalt ist sehr niedrig. Das gesamte Grenzgebiet Guatemala-Mexiko ist Einflussgebiet der organisierten Kriminalität sowie Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen von Jugendbanden. Die Grenzstadt nach Mexiko, Tecún Umán, gilt als Kriminellen-Hochburg. Am Rio Dulce im Departement Izabal kommt es derzeit gelegentlich zu Überfällen auf Segel- und Motoryachten, bei denen auch Gewalt angewendet wird. Es wird empfohlen, den Fluss nur tagsüber zu befahren und abends nicht allein zu ankern, sondern an einer der mehreren hoteleigenen Molen am Rio Dulce. Der Besitz von Waffen ist weit verbreitet. Grundsätzlich muss von der Bereitschaft zum Waffeneinsatz ohne irgendeine Warnung ausgegangen werden. Vermeiden Sie es deshalb, die Täter durch Widerstand herauszufordern. Es ist allemal sinnvoller, die geforderten Gegenstände (Wertsachen, Gepäck, Pkw etc.) widerstandslos herauszugeben und sich ruhig zu verhalten. Ratsam ist auch, stets einen „verzichtbaren“ Geldbetrag mit sich zu führen. Gelegentlich werden Straftaten auch durch uniformierte Sicherheitskräfte bzw. Personen in Uniform begangen. Überfälle werden außer auf Einzelpersonen und öffentliche Busse auch auf die vielfach angebotenen privaten Shuttle-Transporte zwischen den touristischen Zentren verübt. Überfälle werden zwar nicht gezielt auf Mietwagen verübt, sind jedoch wegen der hohen Kriminalität häufig. Es wird empfohlen, Reisedokumente (Pässe, Flugtickets u.ä.) an einem sicheren Platz (z.B. im Hotelsafe) aufzubewahren und Kopien der wichtigsten Unterlagen (Pass, Tickets etc.) zu fertigen, um sich ausweisen zu können. Die Botschaft empfiehlt Ihnen dringend – vor der Einreise bzw. unmittelbar danach – Kopien Ihrer Reisedokumente an die Botschaft zu senden. Guatemala-Stadt Die Mehrzahl der Überfälle auf Einzelpersonen findet in der Zone 1, 4, 5, 9,10,14,18 und auf den verschiedenen Busbahnhöfen statt. Es wird geraten, die Zone 1 vor Einbruch der Dunkelheit zu verlassen. Überfälle sollten nicht durch das Tragen von wertvollen Gegenständen wie Schmuck, teuren Sonnenbrillen, Fotoapparaten u.ä, herausgefordert werden. Halsketten, Ohrringe und Uhren werden häufig ohne Rücksicht auf mögliche Verletzungen der Bestohlenen entrissen. Davor schützt erfahrungsgemäß auch das Tragen billigen Modeschmucks nicht. Mit Taschen- und Trickdieben muss überall gerechnet werden. Auch der bewaffnete Raub von Fahrzeugen ("Carnapping") ist an der Tagesordnung. Von Fahrten in die um die Hauptstadt gelegenen Elendsviertel wird dringend abgeraten. Auch die insbesondere von Guatemalteken der Oberschicht und Ausländern bewohnten Stadtviertel, Zonen 9, 10, 13, 14, 15 und 16 sind nicht völlig sicher. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten Sie sich möglichst nicht mehr allein auf die Straße begeben. In der Zone 10 und 14 werden Geschäftsreisende und Touristen regelmäßig unmittelbar nach Verlassen der Hotels oder auch Bürogebäude überfallen. Eine Bande hat sich u.a. auf den Raub von „laptops“ spezialisiert. Auch bei Bankgeschäften ist besondere Vorsicht angezeigt. In den letzten Wochen mehrten sich die Übergriffe auf Touristen nach vorheriger Verabreichung von sogenannten "k.o.- Tropfen" ( Flumitrazepan, Rohypnol etc.) Der Flugplatz „ La Aurora“ in Guatemala- Stadt wird derzeit umgebaut. Häufig werden Taxis mit Touristen auf der kurzen Fahrt stadteinwärts überfallen. Von der Benutzung von Stadtbussen ( rot ) - außer Transmetro ( grün) - wird dringend abgeraten. Sonstige touristische Zentren Antigua In der Umgebung von Antigua und in Antigua selbst ist erhöhte Vorsicht geboten! Im Stadtzentrum kommt es immer wieder zu bewaffneten Raubüberfällen auf Touristen. Oft werden auch Rucksäcke von Touristen mit Hilfe von Ablenkungsmanövern gestohlen. Taschen oder Rucksäcke sollten deshalb niemals z.B. neben den Stühlen in Cafés etc. abgestellt werden. Die Polizeipräsenz am Aussichtspunkt „Cerro de la Cruz“ ist verstärkt worden. In der Umgebung von Antigua sind operierende Jugendbanden für mehrere Überfälle auf Ausländer verantwortlich. Insbesondere in den Abendstunden sollten Sie in Antigua nicht mehr allein auf die Strasse gehen. Es kommt hier u.a. immer wieder zu Überfällen und auch Vergewaltigungen. Tikal Die Maya-Ruinen von Tikal werden durch die Touristenpolizei (Politur) gesichert, die auf den Hauptwegen patrouilliert. Trotzdem kommt es auch dort zu sporadischen Überfällen. Für alle Ruinenstätten des Petén gilt, dass sie nur im Rahmen eines organisierten Ausflugs besichtigt werden sollten, die von einer Reihe von Reisebüros in der Hauptstadt und in Flores angeboten werden. Vor den sog. „sunrise- tours“ wird dringend abgeraten, da in den frühen Morgenstunden noch keine Polizeipräsenz im Park von Tikal gesichert ist. Gleiches gilt für die Ruinen in Sayaxché im Dept. Petén. Es empfiehlt sich, nach Flores per Flugzeug anzureisen. Department Sololá Fahrten insbesondere auf Seitenstraßen im Dept. Sololá und der CA-1 sind wegen sich häufender Überfälle gefährlich. Insbesondere die alte Strecke über Patzun gilt es zu vermeiden. Hier operiert eine Bande insbesondere an den Wochenenden. Autos, Busse etc. werden durch die Bande „gestaut“ und systematisch ausgeraubt. Chichicastenango und Panajachel (Atitlán-See) Auch die Stadtzentren von Chichicastenango und Panajachel (Atitlán-See) sollten in den Abendstunden nicht allein aufgesucht werden. Vorsicht geboten ist bei Wanderungen um den Atilánsee. Insbesondere zwischen den Orten San Pablo la Laguna und San Marcos la Laguna kommt es nahezu täglich zu Überfällen auf Touristen. Strecke zwischen Guatemala-Stadt und der Atlantikküste Die Straße zwischen Guatemala-Stadt und der Atlantikküste wurde mehrfach Schauplatz brutaler Überfälle auf Touristen. Reisen über Land Das wichtigste Verkehrsmittel in Guatemala ist der Autobus. Überlandbusse, die sog. „chicken- busses“ (in letzter Zeit vor allem kurz vor der Grenze zu El Salvador und zwischen Antigua und Guatemala- Stadt) werden vermehrt das Ziel bewaffneter Banden. Auf der Strasse nach El Salvador (CA 1) zwischen den Kilometern 14 und ca. 60 kommt es immer wieder zu Überfällen. Sie sollten während der Reise in Überlandbussen und in den Busbahnhöfen ständig auf Ihr Gepäck achten und das Handgepäck niemals aus den Augen lassen. Die öffentlichen Busse sind zumeist in schlechtem technischem Zustand, so dass beträchtliche Unfallgefahr besteht. Zu den wichtigsten Touristenzentren fahren von der Hauptstadt aus besser gewartete Reise- und Kleinbusse im Rahmen der von Reisebüros organisierten Touren. Reisen sollten sich auf die Hauptstraßen beschränken. Im Landesinneren sind Nebenstraßen sowie Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit zu vermeiden. Gruppenreisende können und sollten vor Reiseantritt über die guatemaltekische Tourismusbehörde Inguat-Assistur (Tel. 00502-2421 2810 oder 15 50) ihre Reiseroute abklären und kostenlose Sicherheitsbegleitung anfordern. Sonstige Hinweise Innenpolitische Unruhen sind nicht auszuschließen. Ohne oder mit geringer zeitlicher Vorwarnung können an neuralgischen Punkten landesweit Blockaden errichtet werden. Vor dem Fotografieren bzw. Filmen der einheimischen Bevölkerung (Mayas) besonders in ländlichen Gebieten, aber auch in Touristenzentren, sollte man sich der Zustimmung der abzubildenden Personen versichern. In Fällen, in denen die Fotografie aus religiösen oder anderen Gründen abgelehnt wird, sollte der Wunsch respektiert werden. Das Fotografieren von Kindern sollte generell unterbleiben. Hier kommt es immer wieder zu Missverständnissen (Kinderraub etc. ) mit der Gefahr, dass die Bevölkerung Lynchjustiz anwendet. Naturkatastrophen Vulkane sollten nur mit landeskundiger Begleitung und/oder in Gruppen bestiegen werden. Bei der guatemaltekischen Tourismusbehörde INGUAT (Tel.: 0052 – 2421 2810) kann hierfür Polizeischutz angefordert werden. Guatemala liegt in der durch Wirbelstürme gefährdeten Zone (Wirbelsturmsaison ca. Juni bis November). Quelle: Auswärtiges Amt Deutschland ZURÜCK
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