Peru - die Wiege der Inkas bietet auch eine große an Vielfalt an Landschaften, Klimazonen, Flora und Fauna Peru, der drittgrößte Staat Südamerikas, grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik. Die Bergwelt der Anden mit Gipfeln von mehr als 6.000 Meter Höhe, riesige Dschungel-Gebiete im Tiefland des Amazonas und eine von nur wenigen Flussoasen unterbrochene Küstenwüste bieten eine ungeheure Vielfalt an Landschaften, Klimazonen, Flora und Fauna.
Peru entdecken heißt auf den Spuren der Inkas wandeln, das Land wird oft auch als die Wiege der Inkas bezeichnet. Davon zeugen vor allem die Ruinen in Machu Picchu, die einstige Hauptstadt des ehemaligen Inka-Reiches Cusco oder die einstige Tempelstadt Cajamarca, wo der spanische Eroberer Pizarro im Jahr 1532 den Inka-Herrscher Atahualpa hinrichten ließ.
Von Pizarro wurde 1535 Lima, die heutige Hauptstadt Perus, gegründet. Fast acht Millionen Menschen leben heute in der Stadt am Pazifik, die einst Zentrum spanischer Kolonialherrschaft war und eine der reichsten Städte des spanischen Weltreichs. Verheerende Erdbeben in den Jahren 1687 und 1746 haben viele der prunkvollen Paläste vernichtet. Nur wenige Bauten vor dieser Zeit sind noch bis heute erhalten, dazu gehören der Convento de San Francisco, erbaut im 17. Jahrhundert oder der 1735 errichtete Palacio de Torre Tagle, das schönste kolonialistische Bauwerk Limas. Heute ist hier das Außenministerium untergebracht. Seit 1991 steht die Altstadt von Lima unter dem Schutz der UNESCO und gehört zum Kulturerbe der Menschheit.
Auf mehr als 3.400 Höhe liegt Cusco, einstmals Hauptstadt des Inka-Reiches. Überall stößt man auf alte Inka-Mauern, die an die blühende Vergangenheit der Stadt erinnern. Denn nachdem Cusco im Jahr 1535 niedergebrannt war, bauten die spanischen Kolonialherren sie auf den Trümmern wieder auf. Christliche Kirchen wurden auf den Mauerresten der Inkazeit errichtet. Selbst die Erdbeben von 1650 und 1950 überlebten die Ruinen der Inka. Zusammen mit den noch erhaltenen Kolonialbauten wurden sie im Jahr 1983 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Cusco, das nach der Zerstörung und Brandschatzung durch Pizarro seine Bedeutung weitgehend verloren hatte, kam erst durch die Entdeckung von Machu Picchu als Touristenanziehungspunkt zu neuen Ehren. Die in 2.360 Meter hohe, auf einem Berggipfel der Anden "vergessene Stadt der Inka" wurde 1911 von den Amerikaner Hirma Bingham entdeckt. Bis heute ist unklar, welche Bedeutung der Ort für die Inka tatsächlich hatte. Aber noch immer rufen die alten Paläste, Festungen, Wohnungen, Kultstätten oder Kanalisationssysteme bei den Besuchern eine tiefe Bewunderung für die hohe kulturelle Vergangenheit dieses mystischen Ortes hervor.
Auch die zweitgrößte Stadt Perus, Arequipa, die in einer fruchtbaren Oasenlandschaft in 2.335 Meter Höhe am Fuß des Vulkans Misit (5.425 m) liegt, wurde oftmals von heftigen Erdbeben heimgesucht. Glücklicher Weise überstanden viele der herrlichen Bauten aus der Kolonialzeit die Naturkatastrophen. Alle bedeutenden Gebäude wurden mit ausgebleichter, petrifizierter Lava (Sillar-Gestein) errichtet. Deshalb trägt Arequipa auch den Namen " die Weiße Stadt". Im Jahr 2000 wurde das Stadtzentrum von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Einzigartige Baudenkmäler aus der Kolonialzeit findet man auch in Trujillo. Durch ihre Lage in der Nähe des Pazifiks herrscht hier ein angenehmes, mildes Klima. Die Stadt liegt in einem Bewässerungsfeldbaugebiet, das von Küstenwüste umgeben ist. Besonders beeindruckend sind die altspanischen, schmiedeeisernen Fenstergitter, die herrlich verzierten Holzbalkone und sonnendurchflutenden Innenhöfe. Die 1536 gegründete Stadt wurde übrigens nach dem Geburtsort Pizarros benannt.
Nur fünf Kilometer von Trujillo entfernt liegt Chan Chan, eine aus luftgetrockneten Lehmziegeln erbaute Ruinenstadt. Sie war einst die Metropole des Großreichs der Chimú, einer Kultur, die später durch die Inka verdrängt wurde. Zur Zeit der größten Ausdehnung reichte der Einfluss der Chimú von der Grenze zu Ecuador bis Lima. Damals lebten mehr als 50.000 Menschen in Chan Chan. Leider hinterlässt der weltweite Klimawechsel auch hier seine Spuren. Die Ruinen verwehen mehr und mehr im Wüstensand und stehen mittlerweile auf der Roten Liste des gefährdeten Kulturerbes.
Nahe bei Trujillo stehen zwei eindrucksvolle, pyramidenförmige Tempel, die Sonnen- und Mondpyramiden bei Huaca. Ihre Mauern wurden aus kleinen Lehmziegeln von den Moche errichtet, die ebenso wie ihre Nachfolger die Chimú, ihr Zentrum im Umkreis der heutigen Stadt Trujillo hatten.
Heiße Quellen und Inka-Bäder findet man in Cajamarca, einer Stadt im Norden Perus in einem grünen Tal auf 750 Meter Höhe. An die furchtbare Schlacht im Jahr 1532, nach der Pizarro den Inka-Herrscher Atahualpa hinrichten ließ, erinnert heute der "Cuarto de Rescate", der Raum, in dem der Herrscher gefangen gehalten wurde und der mit Goldobjekten aus dem Schatz der Inka aufgefüllt werden musste. Obwohl die Inkas ihre Gold- und Silberschätze tatsächlich nach Cajamarca brachten und auftürmten, ließ Pizarro Atahualpa erdrosseln. Ein Museum mit präkolumbischer Kunst ist der Universidad Técnica eingerichtet.
Wer Anfang November nach Peru kommt, kann in Puno am Titicacasee einem faszinierenden Fest beiwohnen. Hier feiert man am 4. und 5. November die Gründung des Inka-Reiches. Die Kinder des Sonnengottes Inti, die ersten Inka Manco Cápac und seine Frau Mama Ocllo, werden mit Sonnenaufgang über den See nach Puno gebracht. Um Umkreis des Sees, der höchste schiffbare See der Welt, leben schon immer Aymurá-Indianer, die sich ihre Kultur und Brauchtum bis heute erhalten haben. Mit Booten kann man sie auf den kleinen Inseln im See besuchen.
Sicherlich sind die Ruinen von Machu Picchu und Cusco die Highlights jeder Peru-Reise. Aber eigentlich hat das Land noch wesentlich mehr zu bieten, wunderbare Landschaften mit abwechslungsreicher Flora und Fauna, Dschungeltouren im Amazonasgebiet, Städte mit schönen, alten Kolonialbauten und vieles mehr… ZURÜCK
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