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Geheimnisumwitterte Inkastätte: Machu Picchu Drucken E-Mail
Dienstag, 30. September 2008 um 15:22
Machu Picchu, die "Stadt in den Wolken" im Dschungel der Anden, zieht mit ihrer rätselhaften Aura Heerscharen von Touristen in ihren Bann.

Machu Picchu Inka-Ruinen - PeruMitten im Hochland-Regenwald der Anden, auf einer Bergspitze in 2.360 Höhe liegen die gut erhaltenen Ruinen einer geheimnisumwitterten Inka-Stätte, Machu Picchu, das wohl meist besuchte Touristenziel in Peru. Allerdings bedeutet der ständig anwachsende Besucherandrang eine enorme Belastung für das Kulturgut und die Umwelt. Seitens der UNESCO wird deshalb ein Limit für 800 Besucher pro Tag gefordert.

 

 

 

Wohnviertel Machu Picchu - PeruMachu Picchu, in einem Hochtal der Anden, umgeben von dicht bewachsenen Bergen, blieb den spanischen Eroberern verborgen und fiel deshalb nicht der Zerstörung zum Opfer. Die noch immer gut erhaltenen Ruinen zeugen noch heute von der hohen Zivilisation und Kultur der Inkas. Das weitläufige Gelände umfasste 216 zum Teil mehrgeschossige Bauten, die durch ein Treppensystem miteinander verbunden waren. Sie unterteilen sich in einzelne Bezirke, Wohngebiete, Handwerker- und Gelehrtenviertel, Paläste und Kultstätten. Terrassenfelder auf den umliegenden steilen Hängen und ein meisterhaftes Bewässerungs- und Abwassersystem lassen darauf schließen, dass die Einwohner der Dschungelstadt fähig waren, sich vollkommen selbstständig zu versorgen.

 

Sonnenaufgang Machu Picchu - PeruFaszinierend an Machu Picchu ist nicht nur die meisterhafte Bearbeitung der Steinbauten, - die kann man auch in anderen Inka-Fundstätten zu bewundern -, sondern vor allen Dingen die Ausgewogenheit der Gebäude, die sich harmonisch in das Landschaftsbild einfügen. Am eindruckvollsten erschließt sich der Berg mit seiner Ruinenstadt in den frühen Morgenstunden, vor dem großen Touristenansturm. Wenn die ersten Sonnenstrahlen auf den Talkessel fallen, der Machu Picchu, der "Alte Gipfel" sich dunkel schillernd gegen den Hintergrund der Berge abhebt und sich die letzten Nebel um den zuckerhutförmigen "Jungen Gipfel", dem Huayna Picchu auflösen, kann man sich dem mystischen Zauber, den diese alte Inka-Stätte ausströmt, nur schwer entziehen.

 

Inka-Ruinen Machu Picchu - PeruBis heute hat die Ruinenstadt der Inka ihre wahrhafte Bedeutung nicht preisgegeben. Anhänger des Ufologen Erich von Däniken glauben, dass eines Tages außerirdische Raumfahrer auf dem Plateau landen werden. Andere vermuten, es könne sich um eine Sommer-Residenz der Inka-Herrscher gehandelt haben oder es sei eine Stadt der Magier gewesen. Oftmals wird auch vermutet, hinter den geschützten Mauern habe es eine Zufluchtsstätte für die Sonnenjungfrauen, die auswählten Priesterinnen der Inka, gegeben. Lediglich in einem Punkt herrscht Übereinstimmung. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich um eine religiöse Kultstätte zur Verehrung der Götter.

 

Sonnentempel Machu Picchu - PeruDerartige Vermutungen werden bestätigt durch den Sonnentempel mit seinen trapezförmigen Fenstern und der hinter einem Steinbruch liegenden Pyramide "Inti Wantana", dem "Platz an dem die Sonne angebunden wird". Am Schatten des Granitzapfens erkannten die Inka Tageszeiten, Sternbilder und Planetenbahnen. Jedes Jahr zur Wintersonnenwende wurde ein großes Fest veranstaltet. Um die Götter milde zu stimmen, opferte man neben Lamas auch Sonnenjungfrauen. Dahinter stand die Angst, dass die Tage immer kürzer würden und irgendwann völlige Dunkelheit herrsche.

 

 

Bauwerk der Inka - Machu Picchu - PeruNach der Eroberung und Zerstörung von Cusco durch die Spanier geriet Machu Picchu jahrhundertelang in Vergessenheit und wurde vom Dschungel überwuchert. Eine erste Erwähnung gibt es auf einer Landkarte aus dem Jahr 1865, auf der der Ort verzeichnet ist. Aber ins Rampenlicht der Öffentlichkeit rückte die Inka-Ruinenstadt erst durch Hiram Binghams, ein amerikanischer Archäologe, der die Stadt im Rahmen einer Expedition wiederentdeckte. Allerdings glaubte er zunächst, dass es sich bei der von dichtem Urwald umschlungenen Siedlung um Vilcabamba handele, die Stadt, in die sich die Inka nach der Eroberung Cuscos durch Pizarro geflüchtet hatten. In den folgenden zwei Jahren begann Bingham damit, die vom Dschungel fast vollständig verschlungene Ruinenstadt freizulegen. Es heißt, dass er während dieser Zeit kistenweise Goldkunstschätze und Keramiken außer Landes geschafft habe.

 

 

Machu Picchu Inka-Ruinen - PeruNach einer Veröffentlichung in einer Gesamtausgabe der National Geographic Society setzte ein weltweiter Machu Picchu - Boom in Gang. Heute gehört die einstige Inkastätte zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Südamerika. Die UNO deklarierte Machu Picchu 1983 zum Kulturerbe der Menschheit.

Zu der Inkastadt in dem schwer zugänglichen Gelände führen keine Straßen. Eine Bahnlinie führt von Cusco bis nach Aguas Calientes, einem kleinen Dorf am Fuße des Machu Picchu. Vor hier verkehrt ein Bus über die acht Kilometer lange Serpentinenstraße zu der Kultstätte. Wer will, kann sich in der Machu Picchu Sanctuary Lodge, die nur wenige Meter von den Ruinen entfernt liegt, einquartieren.

 

 

 

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Aktualisiert ( Dienstag, 30. September 2008 um 15:39 )
 
 

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