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Sicherheitshinweise für Venezuela Drucken E-Mail
Freitag, 28. Februar 2014 um 00:00

Aktuelle Hinweise

Bei Reisen nach Venezuela wird weiterhin zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten. Es muss vor allem in den Städten jederzeit mit Demonstrationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen gerechnet werden, bei denen in der Vergangenheit wiederholt auch Schusswaffen eingesetzt wurden. Hintergrund ist insbesondere die sich verschlechternde Wirtschafts- und Versorgungslage.

Auch im Hinblick auf die verbreitete erhöhte Gewaltkriminalität, der auch Ausländer zum Opfer gefallen sind, ist besondere Vorsicht erforderlich.

Deutschen, die sich im Land aufhalten und sich bisher nicht in die Deutschenliste der Botschaft eingetragen haben, wird empfohlen, sich elektronisch unter http://service.diplo.de/registrierungav  zu registrieren, um im Fall einer Verschlechterung der Sicherheitslage zentral erreichbar zu sein. Dieser Service kann auch von deutschen Staatsangehörigen genutzt werden, die sich nur kurzzeitig im Land aufhalten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Demonstrationen

Es wird nachdrücklich empfohlen, sich von Menschenansammlungen und Demonstrationen fernzuhalten und die Medienberichterstattung und diese Reisehinweise regelmäßig und aufmerksam zu verfolgen.

Grenzgebiet zu Kolumbien

In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze insbesondere in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia besteht als Folge des kolumbianischen Binnenkonflikts immer noch eine erhöhte Gefahr von Entführungen und anderen Gewaltverbrechen.
Von Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien wird abgeraten. Abgeraten wird auch von der Ausreise über den Landweg von und nach Kolumbien. Vorübergehende Schließungen der Grenze zu Kolumbien können - wie in der Vergangenheit des Öfteren geschehen - nicht ausgeschlossen und jederzeit kurzfristig verfügt werden. Grenzschließungen ziehen erfahrungsgemäß teilweise extrem lange Wartezeiten nach sich.

Ferieninsel Margarita

Auf der Ferieninsel Margarita besteht die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle, auch in Hotelanlagen und bei begleiteten und organisierten Gruppenexkursionen. Das Zentrum von Porlamar sollte insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden.

Piraterie

Segler sollten beachten, dass Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie entlang der venezolanischen Küste sporadisch vorkommen und entsprechende Maßnahmen ergreifen (Vorsicht mit spontanen Gästen an Bord, Eigensicherung bei Nacht).

Kriminalität

Eine deutliche Gefährdung sowohl für Individual- als auch für Gruppenreisende stellt die hohe Kriminalitätsrate in Venezuela dar. Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. Auch Deutsche sind davon betroffen gewesen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas, ist unvermindert hoch. Auch außerhalb der Städte ist mit Gewaltkriminalität zu rechnen.

Bei Kontrollen durch Uniformierte (Polizei, Militär) im Stadtgebiet, bei Straßenkontrollen, und selbst am Flughafen sind in der Vergangenheit Reisende von den uniformierten Kontrolleuren beraubt oder zu Geldzahlungen bzw. Geldumtausch genötigt worden. Händigen Sie bei derartigen Kontrollen nach Möglichkeit nur eine Kopie Ihres Passes und nicht das Originaldokument aus.

Es wird dringend geraten:

Fahrten bei Dunkelheit aus Sicherheitsgründen zu vermeiden.
Kein Camping und keine Reisen per Anhalter durchzuführen.
Sich vor Ausflügen ohne einheimische Reiseleiter genauestens zu erkundigen, welche Orte unbedingt zu meiden sind.
Sich schon bei der Ankunft auf dem Flughafen Caracas umsichtig zu verhalten; es kam in der Vergangenheit zu Überfällen unter Beteiligung von Uniformträgern und Taxifahrern. Insbesondere sollte man nicht in der Ankunftshalle des Flughafens auf Transportangebote von vorgeblichen Taxifahrern oder autorisiert wirkenden Personen eingehen, sondern ausschließlich die offiziellen Flughafen-Taxis benutzen, die unmittelbar --vor-- der Ankunftshalle warten.
Besonders während der Dunkelheit ist es auf der Autobahn zwischen dem Flughafen und Caracas mehrfach zu Überfällen gekommen. Die Botschaft rät deshalb generell davon ab, nachts diese Strecke zu benutzen.
Bei der Benutzung von Taxis und Bussen nur Fahrzeuge in gutem technischen Zustand zu wählen, die in Funkverkehr mit ihrer Firmenzentrale stehen. Es können auch Taxis oder Kleinbusse benutzt werden, die vom Hotel ausdrücklich empfohlen werden. Bei der Benutzung von vermeintlich preiswerteren Taxis und Bussen besteht hohes Risiko ausgeraubt zu werden.
Auf keinen Fall Widerstand zu leisten, sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommen.
Geld nur an den dafür ausgewiesenen Schaltern zu tauschen.
Keine wertvollen Gegenstände oder größere Geldbeträge mitzuführen; dieser Rat gilt auch für die Fahrt zum und den Aufenthalt am Flughafen zwecks Abreise.
Beim Einsatz von Kreditkarten/Bankkarten ist erhöhte Vorsicht angebracht, da es immer wieder Fälle von betrügerischen Abbuchungen gibt.


Quelle: Auswärtiges Amt Deutschland

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Aktualisiert ( Donnerstag, 07. Mai 2015 um 11:42 )
 
 

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