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SPANISCH lernen in LATEINAMERIKA mit carpe diem

 
Venezuela – Ein Land voller Farben und Kontraste Drucken E-Mail
Geschrieben von: Brigitte Möhle   
Dienstag, 10. Juni 2008 um 10:10
High-Tech bei der Erdölgewinnung und unberührte Natur im tropischen Regenwald

Die Flagge von VenezuelaVenezuela -  ein Land voller Gegensätze. Während im Westen die High-Tech-Industrie der Erdölgewinnung und überfüllte Großstädte zu finden sind, trifft man südlich des Orinoco  auf unberührte Natur im tropischen Regenwald. Die landschaftliche Vielfalt bietet für jeden etwas: Von wüstenähnlichen Sanddünen und schneebedeckten Berggipfeln, tropischen Regenwäldern über die weiten Steppen der Zentralebene bis zu traumhaften, karibischen Palmenstränden.

 

Landkarte von VenezuelaVenezuela ist ein Staat im Norden Südamerikas. Im Westen grenzt das Land an Kolumbien, im Süden an Brasilien und im Osten an Guyana. Im Norden befinden sich 72 vorgelagerte Inseln, darunter die Touristenhochburg Isla Margarita, im Karibischen Meer. Auf einer Gesamtfläche von 916.445 Quadratkilometer leben rund 27 Millionen Einwohner. Die höchste Bevölkerungsdichte konzentriert sich auf die großen Städte im Westen, Caracas, Maracaibo und Valencia. Offizielle Landes- und Amtssprache ist spanisch (kastilisch), sie wird von etwa 97 Prozent der Bevölkerung gesprochen. Daneben existieren 32 indianische Sprachen, in denen jedoch lediglich ein Prozent der Einwohner des Landes kommuniziert.

 

Seinen Namen verdankt Venezuela der Legende nach dem Seefahrer und Erforscher der Ostküste Südamerikas Amerigo Vespucci. Auf einer Expedition entlang des heutigen Golfs von Venezuela erreichte er die Guajira-Halbinsel, an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien. Die Pfahlbauten (palafitos) der Eingeborenen Añu erinnerten ihn an Venedig und so vergab er den Namen Venezuela, der Bedeutung nach "Klein-Venedig".

 

Blick auf Downtown CaracasHauptstadt von Venezuela ist Caracas. Die rund um die Uhr pulsierende Millionenmetropole entwickelt sich immer mehr zur Drehscheibe Südamerikas. Durch die Erdölfunde im Gebiet um den Maracaibo-See und den dadurch ausgelösten Wirtschaftsboom siedelten sich hier ständig mehr Menschen an. Heute schätzt man, dass im Großraum Caracas mit allen seinen Außenbezirken mindestens 10 Millionen Menschen leben. Nachdem ein Erbeben die Stadt im Jahre 1812 fast völlig zerstörte, wurden Teile der Altstadt im Schachbrettmuster wieder aufgebaut. Moderne Verkehrswege, gestylte Shopping- und Business-Center aus Glas und Beton, moderne Universitäten und ein großzügiges Angebot an Kultur- und Freizeiteinrichtungen bestimmen das moderne Bild von Caracas. Aber die Stadt hat auch andere Gesichter: die Armenviertel, Ranchitos oder Barranchos genannt. Die Slums breiten sich an den Hängen der Küstenkordilleren aus. Hier ist eine planmäßige Urbanisierung so gut wie unmöglich. Die modernen Stadtteile La Mercedes, La Floresta, Altamira, sowie das quirlende Zentrum Sabana Grande dehnen sich in Richtung Osten aus. Wohlstand und Armut liegen hier, wie in so vielen südamerikanischen Städten, dicht nebeneinander. Als Folge davon ist die Kriminalität kaum unter Kontrolle zu bringen.

 

Betonspannbrücke über die Maracaibo-SeeIm Nordwesten Venezuelas, zirka 720 Kilometer von Caracas entfernt, liegt Maracaibo, mit rund zwei Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Hier befindet sich das Zentrum der reichsten Erdölvorkommen des Landes. Ein Großteil des venezolanischen Ölhandels wird über den Hafen Maracaibos abgewickelt. Über die Maracaibo-See führt eine 8.675 Kilometer lange Brücke, die längste Spannbetonbrücke der Welt. Mit konstanten Durchschnittstemperaturen zwischen 29 und 32 Grad Celsius gilt Maracaibo als die heißeste Stadt von Venezuela.

 

Blick auf Valencia in Venezuela110 Kilometer westlich von Caracas, 478 Meter hoch über dem Meeresspiegel, befindet sich Valencia, die drittgrößte Stadt von Venezuela. Derzeit leben hier 1,4 Millionen Menschen, mit ständigem Zuwachs wird gerechnet. Bedingt durch ihre geografische Lage und den Industrieboom der letzten Jahrzehnte entwickelte sich Valencia zum Industriezentrum von Venezuela. Einst galt die Stadt wegen der guten Funktionalität ihrer öffentlichen Einrichtungen, ihrer Sauberkeit und der verhältnismäßig niedrigen Kriminalität als "Vorzeigestadt" in Venezuela. Leider hat sich dies in den letzten Jahren nicht mehr bewährt, auch hier ist ein stetiger Zuwachs an Gewaltverbrechen zu bemerken.

 

Die Seilbahn El Teleferico bei MeridaEine der beliebtesten und wichtigsten Universitätsstädte in Venezuela ist Mérida. Die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes liegt sechzig Kilometer südlich des Maracaibo-Sees auf einer Höhe von 1.650 Meter. Hier herrscht das ganze Jahr über ein angenehmes Klima mit einer Tagestemperatur um die 24 Grad Celsius. Mérida ist eine Stadt der Parks und Gärten, die zum gemütlichen Bummeln einladen. Die großen Straßen laufen parallel zu den beiden Flüssen, dem Río Chama und dem Río Albarregas. Hauptattraktion von Mérida ist "El Teleférico", die längste und höchstgelegene Seilbahn der Welt. In 48 Minuten überwindet sie einen Höhenunterschied von 3.188 Meter und führt zum Gipfel des Pico Espejo (4.765 Meter). Von hier genießt man einen direkten Ausblick auf den Pico Bolivar, mit 4.981 Meter der höchste Berg Venezuelas.

 

Entlang der nordöstlichen Küste von Barcelona bis Carupano  locken zerklüfteten Buchten und karibische Traumstrände sowohl Einheimische als auch Touristen an. Türkisblaues Wasser, feine Sandstrände und strahlende Sonne laden zum Baden ein. Hier findet der Urlauber alles, was er zum Erholen und zum Freizeitvergnügen braucht.

 

Plaza Bolivar in Barcelona (Venezuela)In der Doppelstadt Puerto de La Cruz und Barcelona haben zahlreiche Erölraffinerien ihren Sitz. In der Nähe wird zudem Kohle abgebaut. Barcelona wurde in der Silvesternacht zum Jahr 1671 von dem Gouverneur Sancho Fernández de Angulo gegründet. In ihrer wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung wurde sie jedoch von ihrer Nachbarstadt Puerto de la Cruz überholt. Das einstige verschlafene Fischerdorf gehört heute zu den beliebtesten Touristikzielen an der gesamten Ostküste. Durch die gewaltige Expansion wuchsen die beiden Städte zusammen. Von hier aus starten auch mehrere Fähren in Richtung Isla Magarita.

 

Strand auf der Isla MargaritaMit den beiden kleinern Inseln Cubagua und Coche bildet die Isla Magarita den Bezirk Nueva España. Die "Perle der Karibik", wie die Isla Margarita von den Einheimischen oft mit Stolz genannt wird, bietet dem Urlauber alles, was sein Touristenherz begehrt, luxuriöse Ferienherbergen, ein großes Freizeitangebot und erstklassige Restaurants, die das Inselleben versüßen.

 

 

Brücke über den Orinoco bei Ciudad BolivarAn der schmalsten Stelle des Río Orinoco, unweit vom Delta entfernt, liegt die Ciudad Bolivar. Mit ihren Kolonialbauten, steilen Gassen und der Uferpromenade versetzt sie ihre Besucher um Jahrhunderte zurück. Das Wahrzeichen und den Stolz der Stadt bildet die 1966 erbaute, 1.678 Meter lange Brücke über den Orinoco.

 

 

Der Angel-FallBei einer Rundreise durch Venezuela sollte man auf jeden Fall die Gran Sabana im Canaima-Nationalpark mit einplanen. Das Guayana-Schild, ein Hochplateau des Guayana-Massivs im Südosten des Landes gehört zur geologischen Urzeit. Harte Quarzitsandsteinschichten überlagern den Granitsockel. Wie riesige, abgesägte Baumstämme ragen hier die Tafelberge (Tepuy)  senkrecht in die Höhe. Vom Auyan Tepuy stürzt sich der höchste Wasserfall der Erde, der Salto Angel 972 Meter in die Tiefe.

 

 

Wasserfall bei CainamaVom Dschungelcamp Canaima aus kann man herrliche Bootsausflüge durch die Stromschnellen und zu Wasserfällen unternehmen.

Ein Besuch in der Goldgräberstadt El Dorado bringt die alten Legenden rund um das Goldfieber wieder in Erinnerung. In dem kleinen, verstaubten Nest mit seinen Goldläden, das kaum zum Verweilen einlädt, spürt man auch heute noch die fieberhafte Atmosphäre der Schatzsucher.

Dem Touristen bietet Venezuela ein breites Angebot an Erlebnissen, Abenteuern und Erholung. Am besten lässt sich das Land auf einer Rundreise entdecken. Im Kontrast zu den pulsierenden Industriemetropolen stehen beeindruckende Naturschauspiele, wie die Wasserfälle von Canaima, die Tafelberge in der Gran Sabana, Übernachtungen in Dschungelcamps und, und, und…

Venezuela ist auf jeden Fall eine Reise wert!

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Aktualisiert ( Freitag, 12. September 2008 um 16:13 )
 
 

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