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Im Dschungelcamp Canaima Drucken E-Mail
Dienstag, 10. Juni 2008 um 14:54
Natur pur und rauschende Wasserfälle im Urwald von Venezuela

Flug nach CanaimaDer Nationalpark Canaima umfasst eine Fläche von 300.000 Quadratkilometer und steht seit 1962 unter Naturschutz. Charakteristisch im "Land  der 1.000 Wasserfälle" sind die steil aus dem Boden hervorragenden Tafelberge, Tepuys genannt. Das Camp Canaima liegt mitten im kaum zu durchdringenden Dschungelgebiet. 

 

 

 

Im Dschungelcamp Canaima

Völlig erschöpft und ermüdet, ich zusätzlich mit quälenden Kopfschmerzen belastet, kletterten wir aus dem Flieger, der uns ins Dschungelcamp nach Canaima gebracht hatte. Und das war kein Wunder! Schließlich waren wir erst gestern mit dem Flugzeug aus Deutschland angereist. Nach einer Zwischenlandung in der Dominikanischen Republik, wo wir bei sintflutartigem Regen und krachenden Tropengewitter in der Schwüle des Flughafengebäudes ausharren mussten, waren wir erst spätnachts in unserem Hotel in Venezuela angekommen. Eigentlich wollten wir nichts weiter, als lange und genüsslich ausschlafen. Aber der Reiseleiter hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach einer ausführlichen Information über das, was uns auf der Rundreise durch Venezuela so alles erwarten würde, erklärte er uns, dass wir bereits in aller Frühe zum Dschungelcamp Canaima aufbrechen würden. Das war's dann mit der Ruhe…

 

Ansicht vom Dschungelcamp CamainaDennoch, bereits der erste Eindruck des Camps und seiner Umgebung war berauschend. Schon vom Flieger aus hatten wir den dicht bewachsenen, grünen Dschungel bewundert. Um uns herum war alles üppig wachsende Natur, grüne Büsche und Bäume, farbenprächtige Blüten. Mitten drin, mit Ausblick auf einen Fluss,  die gemütlichen Hüttenbungalows des Camps, die nicht ganz so komfortabel waren, wie man es von dem  hohen Preis vielleicht erwartet hätte. Allerdings muss man berücksichtigen, dass das Camp inmitten der Wildnis liegt, alles muss umständlich herangeschafft werden.

 

 

Bootstour vom DschungelcampNach einer vergleichsweise kurzen Erholungs- und Erfrischungspause ging's sofort mit einem hinten offenen Transporter zu unserem ersten Ausflug. Über holprige Wege, die uns ordentlich durchschütteln, gelangten wir nach einiger Zeit an eine Stelle am Fluss, wo uns ein Boot erwartete. Wegen der teilweise reißenden Strömung versorgte man uns aus Sicherheitsgründen mit Schwimmwesten. Und schon ging's los.

 

StromschnellenAn wilden Stromschnellen vorbei durchquerten wir die Lagune von Canaima entlang der Wasserfälle Hacha, Wadaima, Golondrina und Ucaima. Ein einfach überwältigender Eindruck, wenn die tosenden Wassermassen mit lautem Gebrüll auf die Fluten treffen. Ob es die atemberaubende Landschaft, das brausende Toben des Wassers oder einfach nur der Traum, im Dschungel von Venezuela zu sein war, Müdigkeit, Stress und selbst meine Kopfschmerzen waren wie durch Zauberhand verflogen. Wir fühlten uns einfach nur wohl und herrlich lebensnah!

 

Der Wasserfall Salto Sapo bei CanaimaNach der aufregenden Bootsfahrt stand uns eine kurze Fußwanderung durch den Dschungel bevor. Dabei sollte man unbedingt auf festes Schuhwerk achten. Zahlreiche Wurzeln und Unterholz erschweren den Marsch, man kann leicht ausrutschen und hinfallen. Zudem gibt es im Dschungel von Venezuela jede Menge giftige Schlangen. Vorsicht ist also geboten. Durch üppige, dicht bewachsene Wildnis gelangten wir schließlich zum Salto Sapo, einem gewaltigen Wasserfall, der sich in die Lagune des Rio Carrao stürzt. Zwischen überhängenden Felsen und den rauschenden Wassermassen konnten wir auf einem engen Pfad, der sich im Laufe der Jahrhunderte gebildet hat, hindurch laufen. Dass wir dabei von Kopf bis Fuß durchnässt wurden, sahen wir eher als willkommene Erfrischung an, bei der herrschenden tropischen Hitze.

 

Ausruhen und den Anblick genießenAuf der anderen Seite erwartete uns ein unvergesslicher Anblick, Wasser, das über Felsen springt, der reißende Salto Sapo und der weite Blick über die Lagune. Hier pausierten wir, ließen uns in der heißen Luft trocknen und hingen unseren Gedanken nach…

Zurück im Camp und nach einem schmackhaften Abendessen ließen wir bei einer Flasche Wein die aufregenden Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren. Dann begaben wir uns, müde aber zufrieden in die kleinen Bungalows zur Nachtruhe. Der Urlaub in Venezuela hatte schon am ersten Tag aufregend begonnen...

 

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Aktualisiert ( Mittwoch, 18. Juni 2008 um 10:52 )
 
 

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