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Mittwoch, 27. Januar 2010 um 13:16
Venezuela ist eines der beliebtesten Urlaubsgebiete in Südamerika

Karte von VenezuelaVenezuela, im Norden Südamerikas gelegen, ist von den Staaten Columbien, Brasilien und Guayana umgeben und von Deutschland aus beuquem per Flugreise zu bereisen.

Im Norden grenzt das Land ans karibische Meer, wodurch es auch für Strandurlauber ein beliebtes Ziel ist. Insgesamt 2.700 Kilometer Küstenstrecke stehen dabei zur Verfügung, die in den meisten Fällen feinsandigen Strand aufweisen.

 

 

 

 

 

Die Geschichte Venezuelas

Ölförderung Venezuela in 1972In der Zeit vor der Entdeckung des Landes durch Kolumbus lebten im Land zahlreiche indianische Gruppen, die als Jäger und Sammler sowie als Fischer und Bauern lebten. 1498 erreichte Christoph Kolumbus schließlich die Küste Venezuelas und führte verschiedene Expeditionen ins Land durch. 1522 wurde dann die erste feste Siedlung der Spanier gegründet, die in den folgenden Jahren jedoch eher vernachlässigt wurde. Aufgrund des Anbaus von Wolle, Zucker, Tabak und Kaffee wurden zahlreiche Arbeitskräfte benötigt, was zum Einsatz von Sklaven führte. Im 17. und 18. Jahrhundert schließlich erfolgte die Christianisierung des Landes. Schon früh profitierte Venezuela von seinem Reichtum, dem Öl. Noch heute profitiert das Land hiervon, wobei viele der erzielten Erträge durch die Militärdiktatur abgeschöpft werden. Ein weiterer wichtiger Einkunftsfaktor ist der Tourismus, der in den kommenden Jahren immer weiter ausgebaut werden soll.

 

Die Geografie des Landes

Wasserfall in VenezuelaVenezuela ist sein sehr großes Land, welches etwa das Dreifache Deutschlands beträgt. Die Gesamtfläche ist dabei zu etwa 39% mit Wald bewachsen, 20% bestehen aus Wiesen und Weideland. Venezuela wird auch als kleiner Kontinent bezeichnet und verfügt über eine große Naturvielfalt, wie sie in kaum einem anderen Land bewundert werden kann. Dies macht das Land nicht nur für sonnenhungrige Strandurlauber, sondern auch für Wanderer und Abenteurer interessant.

 

Die Anden

Der Pico Humboldt in VenezuelaIn einem breiten Ost-West-Bogen spannen sich die Anden um das Land, deren Gipfel bis 5.000 Meter in die Höhe reichen. Der große Teil der Bevölkerung lebt hier in den fruchtbaren Tälern, Geld wird vor allem mit Landwirtschaft verdient.

 

 

 

Die Orinoco-Ebene

Flussufer am Orinoco in VenezuelaIm Zentrum Venezuelas hingegen befindet sich die Orinoco-Ebene, die sich von der karibischen Küste bis an die Grenze Kolumbiens ausbreitet. Die Eben ist vor allem von großen Wiesenflächen gekennzeichnet, aber auch Sumpfgebiete sind vorhanden. Die Erhebungen in der Llanos-Ebene übersteigen eine Höhe von 200 Metern kaum.

 

 

Das Maracaibo-Tiefland

Brücke am Maracaibosee in VenezuelaIm Nordwesten des Landes befindet sich die Maracaibo-Tieffläche. Sie ist umgeben von Gebirgsketten, lediglich im Norden schließt sich die karibische Küste an. Wie auch die Orinoco-Ebene ist das Maracaibo-Tiefland sehr flach, Erhebungen sind nur wenig vorhanden. Einen Großteil der Fläche nimmt hier jedoch der Maracaibo-See ein, der eine Größe von 13.000 Quadratkilometern aufweist und an einigen Stellen bis zu 50 Meter tief sein kann. Er ist durch eine Meerenge mit dem Golf von Venezuela verbunden.

 

Das Hochland von Guayana

Die Gran Sabana in VenezuelaDie vierte Region Venezuelas ist das Hochland von Guayana. Das Hochland erhebt sich östlich des Orinoco und ist eine der ältesten Landschaften ganz Südamerikas. Das Hochland nimmt mit seiner Größe mehr als die Hälfte des gesamten Landes ein und ist in erster Linie von Plateaus und kleinen Flüssen geprägt. Das vonTouristen sehr häufig besuchte Ziel des Hochlandes von Guayana ist der Gran Sabana. Diese Hochebene zeichnet sich durch stark zerklüftete Felsen aus, die im Laufe von Jahrmillionen entstanden sind. Von den Tafelbergen der Hochebene stürzen zudem zahlreiche Wasserfälle in die Tiefe, so auch der höchste Wasserfall der Welt, der Salto Kukenam.

 

Das Klima Venezuelas

Strandidylle in VenezuelaVenezuela ist in der tropischen Klimazone gelegen. Allerdings ist das individuelle Klima abhängig von der jeweiligen Höhe, der Topografie sowie der vorherrschenden Winde. Das Klima reicht daher vom tropisch feuchten Klima der karibischen Küste bis hin zum alpinen Klima in den Hochebenen. Regenzeit im gesamten Land ist in den Monaten Mai bis November. Ebenso wie die Landschaft teilt sich das Land in vier Klimazonen. In der unteren, der tropischen Zone, herrschen Jahrestemperaturen von 26-28 Grad. Im Sommer können natürlich auch deutlich höhere Temperaturen erreicht werden, was insbesondere bei Touristen beliebt ist. Die gemäßigte Zone in Höhen bis 2.000 Metern weisen Temperaturen von 12-25 Grad auf, wo die meisten Städte Venezuelas gelegen sind. Erst ab einer Höhe von 2.000 Metern wird die Temperatur kühler, sie liegt dann zwischen 9-11 Grad.

 

Die Wirtschaft Venezuelas

Der Guri-Stausee in VenezuelaDie Wirtschaft Venezuelas ist in erster Linie geprägt vom Öl, aber auch vom Tourismus. Etwa ein Fünftel aller Erträge im Außenhandel werden durch den Export von Rohöl erzielt und machen somit die Hälfte der gesamten Staatseinnahmen aus. Ein weiteres Standbein der Wirtschaft ist die Erzeugung von Wasserkraft, wobei vor allem Staudämme genutzt werden, der prominenteste ist der Guri-Stausee. Auch der Tourismus des Landes soll immer weiter ausgebaut werden, um mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren Lebensunterhalt hiermit zu verdienen. Unterkünfte sind bereits jetzt in kleinen Ferienwohnungen oder in Ferienhäusern möglich, auch Hotels stehen schon zur Verfügung. Des Weiteren werden die Freizeitmöglichkeiten verbessert, was beispielsweise durch die Errichtung von Golfplätzen voranschreitet.

 

 Autor: Kai Meinecke

 

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Aktualisiert ( Mittwoch, 27. Januar 2010 um 13:40 )
 
 

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